Politik empört: Wirbel in Asten wegen „Wochenblick“-Bericht

Politik empört: Wirbel in Asten wegen „Wochenblick“-Bericht

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Ein Kommentar von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Große Aufregung in der Gemeindeverwaltung von Asten, wo sich schier Unglaubliches ereignete: Der blaue 2. Vizebürgermeister Roland Kappl hat dem “Wochenblick” ein Interview über die Situation und Entwicklung von Asten gegeben, nachdem der zuerst angefragte und auch einverstanden gewesene Ortschef, der rote Bürgermeister Karl Kollingbaum, seine Unterstützung und das bereits vereinbart gewesene Gespräch für den Sonderbericht im letzten Moment abgesagt hat!

Verärgerter Kollingbaum

Deswegen ist dann das Gemeindeporträt von Asten natürlich ohne die Mitwirkung und ohne Statements von Kollingbaum erschienen, was diesen im Nachhinein ziemlich gewurmt haben dürfte, wie Insider vermuten.

Denn der im “Wochenblick” veröffentlichte Bericht mit dem Titel „Attraktive Wohngemeinde“, den alle Haushalte in Asten per Zustellung erhielten, ist – wie zu hören war – bei den Bewohnern gut angekommen, angesichts der insgesamt positiven Entwicklung dieses aufstrebenden Ortes zwischen Linz und Enns.

Gemeinderat vorgeschickt

Nur dem Astener Neos-Gemeinderat Thomas Madler, einem ehemaligen SPÖ-Mitglied, scheint dieser Bericht sauer aufgestoßen zu sein, allerdings nicht wegen seines Inhalts, sondern wegen der Person, die vom “Wochenblick” dazu interviewt wurde – nämlich Kappl. Daher begehrte Madler mit einer Anfrage in der Gemeinderatssitzung am 14. April von Bürgermeister Kollingbaum zu wissen, ob denn der 2. Vizebürgermeister Roland Kappl überhaupt befugt gewesen sei, über Asten zu reden und Auskunft zu geben.

Als ob man in Asten nicht über Wichtigeres zu reden hätte! Madler, der als einziger Vertreter seiner in Asten im Grunde überflüssigen Neos-Partei im 31-köpfigen Gemeinderat sitzt, wohl eher nicht.
Aber damit nicht genug: Nach Madlers Entrüstung, die nach Insider-Vermutungen von Kollingbaum initiiert gewesen sein könnte, meldete sich auch noch Rafael Haslauer von der “Tips”-„Zeitung“ bei Kappl, um ihn kategorisch zu verhören – pardon: natürlich zu fragen – wie er denn dazu käme, die Gemeinde nach außen zu vertreten?

Brotneid im Spiel?

Denn laut Kollingbaum sei er dazu nicht ermächtigt gewesen, schreibt Haslauer in seiner Mail: „Warum haben Sie es in diesem Fall dennoch gemacht?“ Warum dies für “Tips” plötzlich von Interesse sein könnte, erschließt sich dem Befragten allerdings nicht, dem “Wochenblick” schon.

Als Grund wird von der oberösterreichischen Wochenzeitung, „die schreibt, was andere verschweigen“, Brotneid vermutet, weil mit dem Sonderbericht auch vier bezahlte Werbeeinschaltungen aus Asten veröffentlicht wurden. Deshalb wohl dürfte Haslauer bei Kappl auch erzürnt nachgefragt haben, warum er dieses Interview gegeben hat. Die Antwort ist banal: „Weil ich vom ‘Wochenblick’ gefragt wurde, nachdem Kollingbauer gekniffen hat“, sagt der 2. Vizebürgermeister, der sich sehr wohl auch weiterhin das Recht herausnimmt, einer Zeitung auf Anfragen Auskunft zu geben, wie er betont.

Kein Interesse von “Tips”-“Zeitung”, wenn Kappl spricht

Für ihn ist diese Aufgeregtheit nur ein hilfloses Bitzeln, weil es nicht gelungen ist, die Sonderreportage des “Wochenblicks” zu torpedieren, weshalb man nun ihn, Kappl, aus Wut drangsaliere. Dieses ganze Verhalten von Madler und Kollingbaum zeige jedoch, was diese beiden Herren und deren Parteien unter Presse- und Informationsfreiheit verstehen?

Was Kappl dabei ganz und gar nicht versteht, ist, wieso sich plötzlich die „Tips“ für ihn und seine Aktivitäten für Asten interessieren, da man diese sonst permanent ignorierte.

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