Reise ans Schwarze Meer: „Da ist dann einmal gar nichts“

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Reise ans Schwarze Meer: „Da ist dann einmal gar nichts“

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Zwei Männer, eine Zille, etwas Proviant und 2.135 Kilometer Wegstrecke. „Einfach nur eins mit der Natur sein, weg von der globalisierten, digitalisierten Welt und sich auf das Wesentliche besinnen“ – dies ist Patricks und Josefs Vision, die in Linz beginnt und am Schwarzen Meer endet. Für die jahrelangen Freunde und Arbeitskollegen ist gewiss: Diese Reise werden sie niemals vergessen…

Eine Reportage von Elsa Mittmannsgruber

Sperrfrist 08. Mai | „Da ist dann einmal gar nichts“ 1
Foto: Wochenblick

Mit einer Zille die Donau erobern

Vergangenes Jahr packte Patrick Rohrauer (30) und Josef Kröll (50) eine verrückte Idee. Sie wollen mit einer Zille die Donau erobern. In rund drei Wochen sollen mehr als 2.000 km bewältigt und unzählige Erinnerungen gesammelt werden.

Gesagt, getan. Die Zille ist gekauft und im Juli startet ihre Abenteuerreise. Angst ist dabei für die zwei heillosen Optimisten ein Fremdwort. Viel zu groß ist der Reiz, neue Menschen und Orte kennenzulernen und einfach dem Alltag zu entfliehen. Auf Technik wollen sie weitgehend verzichten. Alles, was sie mitnehmen, sind „Lebensmittel, Kleidung, Zelt, Batterien, Geld, Benzin, Handy und genug Bier.“

Wollen „Horizont erweitern“

Die verschiedenen Sprachen, Kulturen und schnelle Wetterumschwünge sehen der 30- und der 50-Jährige als größte Herausforderung auf ihrer Reise. Doch genau diese Gegensätze und Ungewissheiten sind es, die Patrick und Josef suchen.

Sie planen wenig. Weder wo und wie lange sie Halt machen, noch wie viele Wochen sie tatsächlich auf der Donau verbringen. Wenn ihre Sprachkenntnisse nicht ausreichen, verständigen sie sich „mit Händen und Füßen“. Schließlich wollen sie mit ihrem gemeinsamen Abenteuer auch ihren „Horizont erweitern“.Reise ans Schwarze Meer: „Da ist dann einmal gar nichts“ 1

Wasser bietet anderen Blickwinkel

Darüber sind sich die zwei Freunde einig. Ebenso bei ihrer Liebe zum Wasser und zum Bootfahren. „Auf dem Wasser bekommst du einen anderen Blickpunkt, eine andere Betrachtungsweise aufs Land und es führt dich zu ganz besonderen Orten, wo du sonst nicht so einfach hinkommst“, schwärmt Josef.

Ihm zufolge sollte so eine Reise jeder einmal machen. Denn „heutzutage musst du ständig erreichbar und verfügbar sein, bist abgelenkt von andauernden äußeren Einflüssen wie Handy, Werbung und Medien. Das verzerrt alles.

Holzbretter mit Tradition

Auf so einer Bootsreise da ist dann einmal gar nichts. Man kann sich auf sich selbst besinnen, Zeit nehmen, die Sinne schärfen und konzentriert sich auf andere Dinge um einen herum wie die Natur, Tiere und Menschen.“ Dass Patrick und Josef diese Reise mit einer Zille auf sich nehmen, war von Beginn an klar.

„Die Zille war eines der ersten Transportmittel auf dem Wasser und wir wollten eines mit Geschichte. Mit dem Sportboot wäre es viel zu einfach“, erklären die beiden. „Es trennen dich nur ein paar Bretter vom Wasser, es ist sehr ruhig und du bist eins mit der Natur“, weiß Josef, der im März mit Patrick eine 17-jährige Zille aus dem Hause Witti nahe Schlögen kaufte.

Acht Meter lang und 1,8 Meter breit ist das handgefertigte Holzboot, das mit 20 km/h übers Wasser gleiten wird. 100 Kilometer sollen pro Tag zurückgelegt werden. Den Heimweg treten die zwei Freunde dann mit dem Zug an. Die Zille wird zurück verschifft.

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