Schiffleutemuseum: Neuer Glanz fürs Jubiläum

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Schiffleutemuseum: Neuer Glanz fürs Jubiläum

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„Nach fast 40 Jahren ist es einmal an der Zeit, das Schiffleute-Museum gründlich zu renovieren“, sagt Alfred Sohm, Ortschronist von Stadl-Paura und langjähriges Mitglied des örtlichen 560 Mitglieder starken Schiffervereins, den keine Nachwuchssorgen plagen.

Keine andere Gemeinschaft ist in Stadl-Paura so beliebt und auch so mit dem Ort verwurzelt wie dieser Zusammenschluss von Menschen, die die Erinnerung an eine Zunft hochhalten, die einmal fast den gesamten Ort an der Traun ernährte. Denn von den 1.200 Einwohnern, die Stadl-Paura in seiner geschäftlichen Blütezeit um 1780 herum zählte, waren 1.050 Personen für die Salzschiffahrt tätig, darunter auch der Schiffsknecht Sebastian Pühringer, einer der Vorfahren unseres derzeitigen Landeshauptmannes.

Prächtiger Gewinn für den Kaiser

An starken Tagen wurden an der Schiffslände in Stadl-Paura, an der einst 14 Salzstadl standen, an die nun ein schöner Nachbau erinnert, bis zu 214 ankernde Salztransporter gezählt. „Kaum zu glauben, dass hier so viele Platz gehabt haben“, sinnierte Sohm am historischen Ort des Geschehens, wo früher jährlich 2.300 Transporte flussabwärts geschickt wurden. Der Kaiser habe daran prächtig verdient, heißt es, von 2,5 Millionen Gulden Gewinn per anno ist die Rede.

Geburtshaus des Abts ist jetzt Schiffleutemusum

Das Schiffleute-Museum ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Erinnerungskultur in Stadl-Paura und wird daher auch gehegt und gepflegt. Beim im Frühjahr beginnenden Umbau wird das bisherige WC nach außen verlagert, wodurch man im Inneren mehr Platz für die Zurschaustellung von Exponaten gewinnt. Diese sind zurzeit in den neuen Salzzstadl an der Traun ausgelagert, wo sie auch besichtigt werden können. Da es sich beim Schiffleute-Museum um ein historisches Gebäude aus dem 17. Jahrhundert handelt, wird bei der Renovierung vorsichtig vorgegangen. Denn dieses Haus ist das Geburtshaus von Abt Maximilian Pagl, der die wunderschöne Paurakirche erbauen ließ, erläutert Sohm.

2019 soll die Renovierung abgeschlossen sein

Zuletzt befand sich das Haus im Besitz der Flachsspinnerei, die es 1974 der Gemeinde schenkte, die es wiederum für die Einrichtung des Museums zur Verfügung stellte. Damit hat die Sammlung 1979 eine feste Bleibe erhalten, nachdem sie zuvor ein bisschen im Ort herumgeschubst worden ist. Wenn die Umbauarbeiten erledigt sind und das Schiffleute-Museum vermutlich im Jubiläumsjahr 2019, dem 40. Jahr seines Bestehens, wieder eröffnet wird, werden dort wieder mehr als 400 Ausstellungsstücke zur Schau gestellt sein, darunter die schöne Zunftfahne der Salzschiffer aus dem 18. Jahrhundert, die Zunfttruhe von 1754, das Sargtuch aus dieser Zeit und noch viele andere wertvolle und sehenswerte Exponate.

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