Land braucht Wirte: Wirte brauchen Musik

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Land braucht Wirte: Wirte brauchen Musik

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Eine Kolumne von Leo Walch

Das Wirtesterben und die Probleme der Gastronomie, über die kürzlich auf Veranlassung des „Wochenblick“ auch im Gasthaus Stockinger in Ansfelden angeregt diskutiert worden ist, betrifft auch die Musikantenszene.

Ich bin seit 40 Jahren mit Musikanten unterwegs, war in vielen Sälen und Hallen, aber auch in kleinen Gasthäusern bei Musikantenstammtischen, die in den letzten Jahren ebenfalls weniger geworden sind.

Hort der Geselligkeit

Aber Live-Musik gehört zum Wirtshaus, gerade auf dem Land, wo das Gasthaus immer ein Hort der Geselligkeit war. Die Größe eines Gasthauses ist dabei nicht unbedingt ausschlaggebend. Man braucht nicht immer gleich große Säle, um in gemütlicher Runde nicht nur zu Essen und zu Trinken, sondern auch zum Singen und zum Tanzen.

Musikunterstützte Gasthäuser

Im Auracher Hof in Aurach am Hongar wird diese Art des geselligen Zusammenseins noch gepflegt. Dem Organisator, Hermann Schneeberger, gelingt es immer wieder, monatlich mindestens 30 Musikanten für das Treffen zu begeistern. Das Publikum kommt dann wie von selbst. Ein anderes Beispiel für ein musikunterstütztes Gasthaus ist der „Troadkastn“ in Oberhofen am Irrsee, der von Hans Endesgrabner betrieben wird, der früher die Salzburger Musikanten angeführt hat.

Dort treten immer wieder junge Talente auf, aber auch bekannte Gruppen wie die Innbrucker Böhmischen mit Harald Prünster, die dort im August aufspielen oder Saso Avsenik und seine Oberkrainer, die den „Troadkastn“ im September aufsuchen. Auch im Mühlviertler Gasthaus Atzmüller in St. Veit im Mühlkreis ist musikalisch viel los, weil sich dort jeden Monat Harmonikaspieler treffen.

Muttertagsduo Herzschlag

Leider ist in den Wirtshäusern der Städte weniger los, was das Musizieren anbelangt, obwohl es vereinzelt engagierte Bestrebungen gibt, das Singen und Spielen auch in Gasthäusern nicht zu kurz kommen zu lassen wie im Union-Gasthaus in der Wimhölzlstraße im Linzer Franckviertel, wo Patron Karl Pühringer die treibende Kraft ist. Für den Muttertag hat er das Duo Herzschlag Maria und Walter engagiert.

Dieses Duo unterhält oft auch die Gäste im eigenen Lokal, dem Café am Stadtfriedhof, wo es nicht ganz so tot oder so still ist wie man vielleicht glauben könnte…

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