Die Bauern sind jetzt wieder zuversichtlich

Die Bauern sind jetzt wieder zuversichtlich

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Die oberösterreichischen Bauern haben gleich in zweifacher Hinsicht ziemlich viel Schwein! Zum einen produzieren sie jede Menge davon, zum anderen haben sie auch Glück, weil es nach Milchkrise und Schweinepreisverfall endlich wieder aufwärts geht, wie ein Lokal­augenschein im Land zeigt.

Heimische Landwirte investieren wieder

Doch mit Glück, sagen Experten, habe dies nur am Rande zu tun. Tatsache sei, dass die Landwirte nach den krisenhaften Marktentwicklungen der vergangenen Jahre nun wieder hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.

Für Agrarlandesrat Max Hiegelsberger ist dies ein Zeichen dafür, die richtigen politischen Schritte gesetzt zu haben, um die bäuerliche Landwirtschaft in Oberösterreich zu halten, wo sie ein wirklich wirtschaftlich wichtiger Faktor von gesellschaftspolitischer Relevanz ist.

OÖ: 33.000 bäuerliche Betriebe

Denn nicht weniger als 33.000 bäuerliche Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, die 45.000 Menschen eine Beschäftigung bieten, sichern mit insgesamt zwei Milliarden Euro die Wertschöpfung in der Region. In vielen Bereichen dieses bäuerlichen Genres wie eben zum Beispiel in der Schweine- aber auch in der Rindermast, ist Oberösterreich das produktionsstärkste Bundesland mit dem größten Marktanteil, was im Übrigen auch für die Milcherzeugung zutrifft.

Dennoch war noch vor zwei Jahren die Stimmung in der Landwirtschaft im Keller und auch die schlechteste seit 2008. Nun schöpfen die Bauern mehrheitlich wieder Hoffnung, denn zwei Drittel (65 Prozent) sind überzeugt, dass sich die Lage verbessert. Das öffnet die Sparstrümpfe des Landvolks, das nun wieder bereit ist, zu investieren. „Ich werde mir heuer einen neuen Traktor kaufen“, sagt ein Bauer aus dem Welser Landgebiet, ein anderer will endlich seinen Stadl erneuern und die bereits begonnene Mauer um sein Anwesen fertig bauen.

Maschinenpark, Stallungen und Energiegewinnung

Insgesamt geht es um eine Milliarde Euro, die in den nächsten zwei Jahren in Oberösterreich rollen soll, glaubt Werner Beutelmeyer vom Meinungsforschungsinstitut „market“, und investiert wird zu 47 Prozent in Gebäude und zu 40 Prozent in den Maschinenpark.

Etwa ein Drittel plane Investitionen im Stallbereich und in der Tierhaltung, 22 Prozent wollen die Haushaltsausstattung erweitern, 17 Prozent geben Geld für Grundflächen-Arrondierungen aus und 17 Prozent wollen sich im Bereich Energiegewinnung (Biomassekraftwerke) engagieren.

„Ich bin jedenfalls fest davon überzeugt, dass es jetzt nur noch besser werden kann“, sagt jener Landwirt, der mit einem neuen Traktor liebäugelt, seine skeptischeren Kollegen glauben wenigstens an eine gleichbleibende Zukunftsentwicklung – in Österreich sind das 57 Prozent.

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