Steyrer Welt- & Europameister auf Klitschkos Spuren

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Steyrer Welt- & Europameister auf Klitschkos Spuren

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„Die Machete“ – das ist der Kampfname von Benjamin Horvath, dem Weltmeister im Profi-Kickboxen. Der Steyrer besticht im Ring durch enorme Schnelligkeit, harte Schläge und perfekte Beintechniken.

Der 21-Jährige gilt – obwohl er bereits WKU-Champion und auch amtierender Europameister ist – als Kampfsport-Rohdiamant. Im Rahmen der Aurelis-Eröffnungsfeier in Pasching, wo Horvath eine Kampfshow mit Trainerin Jasminka Cive vorführte, sprach der „Wochenblick“ mit dem Champion.

Möchte ganz nach oben

Wochenblick: Sie wurden mit 20 Jahren Weltmeister, mit 19 Europameister – welche Zielsetzungen haben Sie nun noch?

Benjamin Horvath: Ich bin kampfsportverrückt, möchte daher in allen Disziplinen ganz nach oben kommen. Ich habe bereits Siege im Profiboxen, Mixed Martial Arts, Muay Thai und Grappling.Aber das Hauptthema bei mir bleibt Kickboxen. Ich bereite mich derzeit auf die Titelverteidigung im Herbst in Wiener Neustadt vor.

Dafür haben Sie einen ganz besonderen Weg, sich zu vorzubereiten…

Ja, ich habe meine Liebe zum Burma Boxen entdeckt. Im Rahmen des Happy Fight Cups am 22. Juli in Enns wird es den ersten Burma-Profi-Fight in Oberösterreich geben. Ich bin schon enorm gespannt.

Es soll ja eine ganz besondere Sache werden am Ennser Römerfeld.

Wir organisieren anlässlich der Übersiedlung und Neueröffnung des Happy Fight-Centers die erste Open Air-Kampfnacht mit Flutlicht. Eine außergewöhnliche Fight Night. Und für mich noch dazu das Debüt in dieser neuen Stilrichtung.

Anfragen für Profikämpfe sind angestiegen

Was hat sich seit dem Weltmeister-Titel verändert?

Vor allem, dass ich vom Ringsprecher als World Champion aufgerufen werde. Aber Scherz bei Seite. In Steyr werde ich auf der Straße häufig erkannt. Auch die Anfragen für Profikämpfe sind enorm angestiegen – und glücklicherweise auch die Kampf-Gagen.

Apropos Honorar: Sie sind Profi und Weltmeister, mehr geht eigentlich nicht. Können Sie vom Sport leben?

Ich habe mit Happy Fit-Chef Sven Decker und Sportnahrung zwei gute Sponsoren. Dennoch muss ich noch nebenbei als Trainer und Türsteher im Segafredo arbeiten, um gut durchzukommen.

Finanziell ist es also kein Anreiz, Profi zu werden?

Bedingt. Auch Wladimir Klitschko konnte noch nicht vom ersten Titel leben. Man muss den Gürtel holen und ihn dann mehrfach verteidigen. Dazu braucht man einen guten, in der Szene erfahrenen Manager – wie in meinem Fall Jasminka Cive, die ihrerseits MMA-Weltmeisterin war. Dann zahlt sich der Einsatz aus. Ich habe den Vorteil, dass ich noch sehr jung bin und noch lange Zeit habe, zu kämpfen. Derzeit bekomme ich pro Fight 700 Euro – das lässt sich aber schnell vervierfachen.

War schnell der stärkste

Wieviele Kämpfe kann man körperlich durchziehen?

Ich habe jetzt 51 Kämpfe gemacht, davon vier Niederlagen. Es gibt Kollegen, die 1.000 Fights absolvierten. Es kommt natürlich darauf an, wie viele man davon gewinnt.

Wie sind Sie überhaupt zum Kampfsport gekommen?

Ich habe mich immer schon gerne in der Schule mit anderen gemessen. Dann sah ich Fedor Emelianenko, den dreifachen Weltmeister aus Russland und ich wusste, dass ich das auch machen will. Mein Vater meldete mich beim Klub seines Freundes an und ich war schnell der stärkste. Dann kam ich mit 15  nach Steyr und begann mit Jasminka Cive zu trainieren.

In Steyr feilen Sie bereits an Ihrer beruflichen Zukunft…

Wir wollen mit Sven Decker Anfang 2018 ein Happy Fight Kampfsport-Zentrum mit fixem Ring, eine Multisport-Halle und eine Soccer Arena eröffnen. Ich werde dort als Trainer mitarbeiten. Eine große Herausforderung und ein weiteres Standbein für die Zukunft.

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