Tischtennis: Nur Olympiamedaille fehlt noch…

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Bereits am 5. August 2016 werden die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro eröffnet. Österreichs Tischtennis-Verband reist mit dem Maximal-Kontingent von acht Spielern nach Brasilien – so viele wie in keiner anderen Sportart. Die Ziele sind dementsprechend hoch: Eine Medaille soll her. Wir baten Präsident Hans Friedinger zum Sommergespräch.

 

Herr Präsident, der ÖTTV und der Segelverband entsenden das größte heimische Aufgebot. Was erwarten Sie sich?
Ich bin stolz, dass wir das volle Kontingent aufbieten können. Demzufolge wächst auch die Sehnsucht nach der ersten Olympia-Medaille. Die Chancen sind im Männer-Team-Bewerb am größten. Da haben wir mit den Europameistern Stefan Fegerl, Robert Gardos, Daniel Habesohn und Chen Weixing eine enorm starke Auswahl. Natürlich könnten auch die Damen mit den Linzerinnen Liu Jia und Sofia Polcanova über sich hinauswachsen.
Es sind Ihre fünften Spiele. Wie oft hatten Sie als Sportdirektor eine Medaille vor Augen?
Zweimal war es haarscharf. In Peking 2008 schlug unser Männer-Team mit Weltmeister Werner Schlager im Viertelfinale sensationell Japan. Im Spiel um Bronze gegen Südkorea ahmten 9.000 tischtennisverrückte Chinesen meinen Jie-Jie-Jie-Jubel perfekt nach. Aber am Ende gab es eine 1:3-Niederlage und leider nur Blech.
Und das andere Mal?
War in Sydney. Im Spiel um Bronze scheiterten unsere Doppel-Europameister Werner Schlager/Karl Jindrak leider knapp. Ein traumhafter Ausflug zu den Aborigines mit Kanu-Präsident Walter Aumayr aus Braunau konnte mich dann ein wenig trösten.
Warum klappt es diesmal?
Wir haben mit dem Europameistertitel 2015 in Jekaterinburg einen Meilenstein gesetzt und auch gesehen, dass wir ganz große Teams wie im Finale Deutschland schlagen können. Dazu kommt, dass es bei Olympia auch ein Doppel im Teambewerb gibt. Und alle drei Stammspieler wurden in den letzten drei Jahren Doppel-Europameister.
Ihr Terminkalender ist aber auch anderweitig voll. Sie sind Organisationschef der Austrian Open von 9.-13.11. in der Linzer Arena. Wie laufen die Vorarbeiten?
Wir müssen für 350 Aktive aus 50 Nationen Unterkünfte und Verpflegung sicherstellen. Das hält auf Trab. Wie auch die Aufstellung des Budgets von 460.000 Euro. Wir freuen uns auf dieses Ereignis auf Weltklasseniveau.
Sie sind seit 1989 Sportdirektor und seit 2013 Präsident. Ihre Highlights?
2003 durfte ich mit Werner Schlager den WM-Titel, 2005 mit Liu Jia und Schlager/Jindrak Europameister-Gold feiern und letztes Jahr den Mannschafts-Titel feiern. Tischtennis ist nach Ski und Fußball auf Platz drei in der BSO-Wertung. Darauf können wir stolz sein. Eine Olympia-Medaille in Rio wäre jetzt natürlich noch ein Sahnehäubchen.

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