Von Steyrmühl in die Hofburg

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Von Steyrmühl in die Hofburg

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Wer bei der Stichwahl am 22. Mai zum neuen österreichischen Bundespräsidenten gewählt werden wird, steht noch in den Sternen. Eines aber ist jetzt schon sicher: Aus Oberösterreich wird das letztlich gewählte Staatsoberhaupt nicht kommen. Das hat es in der Geschichte der rot-weiß-roten Bundespräsidenten bislang nur einmal gegeben: mit dem im Mühlviertel geborenen und in Steyrermühl unter ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsenen Rudolf Kirchschläger, der wohl integerste Bundespräsident (1974 bis 1986), den unser Land bis jetzt hatte. Egal ob der neue Bundespräsident Hofer oder Van der Bellen heißt, das Maß an allgemeiner Beliebtheit und Akzeptanz, über die der im Jahre 2000 verstorbene Dr. Rudolf Kirchschläger verfügte, wird kaum noch einmal zu erreichen sein.

Aus ärmlichen Verhältnissen stammend

Auf Grund seiner familiären Verhältnisse ist Kirchschläger (oben) schon in jungen Jahren relativ viel herumgekommen in Oberösterreich. Geboren wurde er am 20. März 1915 in Niederkappel. Als sein Vater Johann, ein Waagmeister in der Papierfabrik Obermühl, in die Papierfabrik nach Steyrermühl wechselte, zog auch die Familie mit um. In Steyrermühl lebten die Kirchschlägers ab 1917 in einer Holzbarracke am Aichberg auf allerengstem Raum. Die Zeiten waren kriegsbedingt schlecht und der Hunger groß. Dennoch sollte sich Rudolf später nicht schlecht an diese Zeit erinnern. „Ich habe nie das Gefühl gehabt, etwas versäumt zu haben oder auf eine traurige Kindheit zurückzublicken“, resümierte Kirchschläger anlässlich seines 70. Geburtstages in einem ORF-Interview. „Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Zeit für mich als Kind schwer gewesen ist.“

Die Volksschule besuchte Rudolf in Rosenau am Hengstpass, weil sein Vater beruflich dorthin gezogen war, einige Jahre später lebte die Familie dann in Kronstorf bei Steyr. In Steyr ging Kirchschläger zur Bürgerschule und weil er ein sehr guter Schüler mit lauter Einser im Zeugnis war, schickte ihn sein Klassenlehrer in die Aufbauschule nach Horn im Waldviertel, damit er später maturieren konnte. Steyrermühl behielt Kirchschläger trotz der widrigen Umstände Zeit seines Lebens in guter Erinnerung.

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