Wehrgeschichte-Museum zeigt neue Entdeckungen

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Die Grabungsexperten fanden Römer-Relikte bei der alten Ebelsberger Kaserne

Wehrgeschichte-Museum zeigt neue Entdeckungen

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Alte militärische Gegenstände hat man bei den Grabungen auf Ebelsberger Kasernengrund nicht gefunden, aber 12.388 Scherben römischen Haushaltsgeschirrs aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts. Damit wurde ein 18 Meter tiefer Brunnen aus dieser Zeit verfüllt.

Die spektakulärsten Teilstücke dieser Funde sind nun – unter anderem – im neuen Museum für Wehrgeschichte in einem alten Gebäude der ehemaligen Hillerkaserne zu sehen. Dieses Gebäude, in dem es auch einen Lehrsaal gab, dienten früher der seelischen Betreuung der Soldaten, heute wird dort nicht nur das Andenken an die Wehrgeschichte lebendig erhalten, “zumindest für die nächsten fünf, sechs Jahre”, erläutert Andreas Danner, der Obmann des “Vereins Forum Wehrgeschichte in OÖ”. Der derzeitige Ausstellungsplatz ist nämlich nur ein Provisorium. Im Zuge der Neugestaltung des Hiller-Kasernen-Areals zum neuen Stadtteil wird auch die jetzige Sammlung einen neuen Platz im neuen Viertel bekommen.
Denn dass die Ausstellung erhalten werden muss, darüber scheint jetzt zumindest Einigkeit zu herrschen und Danner und seine Leute freuen sich, dass auch der Linzer Bürgermeister die Museumspläne unterstützt.

Von der Römerzeit bis heute

Den Grundstock der wehrgeschichtlichen Sammlung bilden die Exponate der Gesellschaft des “k.k. Landwehrinfanterieregiments Nr. 2”, welche zuletzt im Schloss Ebelsberg einquartiert war. Im neuen Zukunftsquartier wird das Wehrgeschichte-Museum dann seine endgültige und von Fachleuten entwickelte Präsentationsform erhalten. Beginnend mit der Römerzeit soll sich der Ausstellungsbogen über die Napoleonischen Kriege mit der Schlacht bei Ebelsberg über die Maximilianischen Linzer Befestigungsanlagen bis hin zur Geschichte des Militärstandortes mit der Hillerkaserne spannen, erläutern Danner und sein Stellvertreter Christian Woisetschläger, die beide auch stolz auf ihre römischen Ausstellungsstücke sind. Darunter Teile eines wertvollen Tafelgeschirrs aus Gallien, eine reliefgeschmückte Terra Sigillata, wie auch metallische Gegenstände: zwei Bronzeblechfragmente.

Keramik und ein Brunnen

Beim Rest dessen, was aus der Erde geschaufelt wurde, handelt es sich um die Überreste von einfacher, fehlerhafter Keramik, hauptsächlich Teller und Schalen, die nach dem Brennen vernichtet wurden. Der römische Brennofen soll sich nur unweit der Brunnenfundstelle befunden haben, dürfte aber beim Bau der Kaserne zerstört worden sein. Auch den Brunnen mit seinen Verfüllungen hatte man 1939 schon entdeckt, danach aber wieder in der Versenkung verschwinden lassen, sagt Danner. Zurzeit gibt es im Museum auch die Sonderausstellung “Ebelsberger Spurensuche” zu sehen. (Infos: www.wehrgeschichte-ooe.at).

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