Welser Volksgarten wird vergrößert und verschönert

Welser Volksgarten wird vergrößert und verschönert

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Der Volksgarten gehört zu Wels wie die Burg, das Schloss Pollheim oder der Ledererturm. Doch während das Lederertor und die anderen historischen Gebäude unübersehbar und unverrückbar im Stadtbild stehen, ist vom Volksgarten kaum noch was zu sehen.

Allerdings soll er in den nächsten Jahren etwas von seinem alten Grün zurückbekommen, damit aus ihm wieder ein erkennbarer Garten für das Volk wird.

Volksgarten wurde immer kleiner

„Es brauche heute viel Fantasie, um den Volksgarten als ältesten öffentlichen Park noch wahrzunehmen“, konstatiert Walter Aspernig, der Obmann des Welser Musealvereins. Denn die Welser Messe hat die einstmals üppige Grünanlage geschrumpft. Während die Stadt wuchs, wurde der Volksgarten immer kleiner. Seine spärlichen Überreste fristen ein Stiefmütterchen-Dasein zwischen Verkehrs- und Brachflächen sowie technischer Infrastruktur.

Die Mitglieder des Welser Verschönerungsvereins, die diese Gartenanlage vor rund 140 Jahren geschaffen haben, drehten sich im Grabe um, würden sie den heutigen Zustand ihrer Gartenanlage sehen können. Denn von der ursprünglichen Flächenausdehnung des Volksgartens mit maximal 5,31 Hektar waren bis vor sechs Jahren nur noch 25.000 Quadratmeter als Gartenfläche vorhanden. Der Rest von cirka 28.000 Quadratmetern, das sind 53 Prozent des Volksgartens, wird zur Gänze von gewidmeten Baulandflächen eingenommen.

Grünanlagen-Ausstellung bis zum 30. Oktober zu sehen

Was noch als öffentlicher Stadtpark vorhanden ist, definiert Alfred R. Benesch in seiner soeben erschienen „Hortigrafie“  über den ältesten öffentlichen Grünraum von Wels, den Volksgarten. Sein Werk wurde bei der Eröffnung der Ausstellung über historische Welser Grünanlagen im Welser Stadtmuseum vorgestellt. Teile des ehemaligen Grünraumes vor allem im Bereich der ehemaligen Festwiese sowie südlich des Teiches werden ausschließlich für den Betrieb der Welser Messe und als Autostellplätze genutzt, lautet eine der traurigen Erkenntnise in dem Buch.

Dabei haben Volksgarten und Festwiese in den 1950er-Jahren noch als Drehorte für diverse Heimatfilme hergehalten. Ältere Welser erinnern sich noch gut an den Charme und die Schönheit der damaligen Parkanlage, die mit ihrem Teich und ihrem hübsch gestalteten Grün sogar in dem Filmknüller „Skandal in Ischl“ den Bad Ischler-Kurpark doubeln durfte. Auch Blumenuhr und Palmenhaus sind vielen Welsern noch in guter Erinnerung. In den nächsten Jahren soll der alte Volksgarten in Teilen wiedererstehen, versprach Bürgermeister Rabl bei der Eröffnung der Ausstellung, die noch bis zum 30. Oktober zu sehen ist.

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