Geht’s jetzt wieder los? Viele Oberösterreicher sind besorgt, nachdem am 11. September 40 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan in Edt bei Lambach aufgegriffen wurden (der Wochenblick berichtete) und man folglich eine neue Invasion befürchtet.

Bereits am 7. August waren auf einem Firmengelände in St. Georgen im Bezirk Grieskirchen fünf Flüchtlinge aus einem LKW gesprungen, der aus Bosnien gekommen war.

Doch die sofort eingeleitete, groß angelegte Suchaktion der Polizei, die mit einem Hubschrauber, drei Streifen und Spürhunden nach den Flüchtenden suchte, verlief ergebnislos – die blinden Passagiere wurden nicht gefunden.

Medien schweigen eisern

Angeblich sollen es zehn Flüchtlinge gewesen sein, schreibt uns ein Leser (Name der Red. bekannt), der auch bekrittelt, dass von diesem Vorfall nichts in den Medien aufgetaucht sei. Tatsächlich findet man zu dieser Thematik auch nur eine Meldung im Internet, die die Zeitung Tips veröffentlichte.

In allen anderen oberösterreichischen Medien war davon nichts zu hören oder zu lesen. An dem spektakulären Exodus der Syrer und Afghanen, die an der Regionalbahnstrecke zwischen Lambach und Vorchdorf im Bezirk Gmunden entlangmarschiert waren, konnten selbst die Mainstream-Medien nicht vorbei.

Polizeiaufgebot musste kommen

Zuvor waren die Flüchtlinge in Edt bei Lambach aus dem Waggon eines Güterzuges gesprungen, mit dem sie von Thessaloniki in Griechenland bis nach Oberösterreich gereist waren. Nach fast eintägiger Suche der Polizei, die wieder mit einem Großaufgebot im Einsatz war, wurden die Flüchtenden schließlich gefunden und zunächst einmal versorgt.

Österreich an neunter Stelle

In der Folge werden sie vermutlich einen Asylantrag stellen. Im letzten Jahr haben das in Österreich 13.745 Menschen getan. Damit liegt unser Staat proportional zur Bevölkerung an neunter Stelle in Europa. Bei Asylanerkennungen befindet sich Österreich im EU-Vergleich mit Abstand an der Spitze und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer warnt: „Wer glaubt, dass Fluchtbewegungen keine Herausforderungen mehr sind, der irrt.“