Ein SPÖ-Politiker aus dem Großraum Linz soll auf einer Internetplattform Pornobilder von Minderjährigen verschickt und Bilder im Gegenzug verlangt haben. Mit diesen erpresste er dann die Männer. Der SPÖler ist geständig und erklärte seinen Austritt aus der Partei.

Der oberösterreichischen SPÖ dürfte der Skandal kurz vor der Wahl mehr als ungelegen kommen. Ein SPÖ-Politiker, der auch für die Jugend-Agenden seiner Stadt zuständig gewesen war, gab sich auf einer Homo-Datingplattform als minderjähriges Mädchen aus und verschickte vom Profil der angeblich 15-Jährigen Sex-Bilder an seine Chatpartner. Im Gegenzug forderte er dann von diesen anzügliche Bilder zurück, mit denen er sie dann in weiterer Folge erpresste.

So forderte er von seinen Internet-“Bekanntschaften“ Amazon-Gutscheine im Wert zwischen 300 und 400 Euro. Die Polizei geht von zehn Opfern aus. Bei einem seiner Opfer geriet der SPÖ-Politiker jedoch an die falsche Adresse. Statt der Erpressung nachzugeben erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Anzeige auf freiem Fuß

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe legte der rote Stadtrat sämtliche politische Funktionen zurück und erklärte zugleich seinen Austritt aus der SPÖ. Laut „Kronen Zeitung“ wurde der voll geständige mutmaßliche Täter wegen Erpressung und pornografischer Darstellungen Minderjähriger auf freiem Fuß angezeigt. Der oberösterreichische SPÖ-Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer zeigte sich von der Causa schockiert. Auch der Bürgermeister des Ortes geht entschieden auf Distanz zu seinem Parteifreund.

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