Die Weichen für den Herbst sind gestellt: 3G – 2G – 1G! Wie Kanzler Kurz ankündigte, soll mit dem „Auf- und Zusperren“ hingegen Schluss sein. Wie im Chor kommen ähnlich lautende Forderungen von Bundespräsident Van der Bellen (Grüne), Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP), Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und von den NEOS. Diese fordern eine 2G-Regel an Unis. Laut einem Insider soll die Regierung auf den Impfstoff von Valneva hoffen, weil ihr sehr wohl bekannt ist, dass die mRNA-Spritzen nicht schützen. Trotzdem scheint man Ideen wie in Deutschland, wo offen der Lockdown für Ungeimpfte angedacht wird, weiter zu verfolgen. Gleichzeitig würden Umfragen, die der Regierung vorliegen zeigen, dass die Impfbereitschaft der Österreicher erschöpft ist. Der Herbst wird heiß!

  • Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) obwohl er um Unwirksamkeit der mRNA-Stoffe weiß: „Die Impfung ist jetzt die Antwort“
  • Virologin meint: „Maßnahmen reichen momentan nicht“
  • Bundespräsident Alexander Van der Bellen (Grüne) fordert zum Impfen auf
  • NEOS wollen 2G-Regel und „Stich“ an Unis
  • Nur die FPÖ kritisiert den „Corona-Wahnsinn“
  • Mückstein-Erlass: Impfrate entscheidet über Corona-Knast
  • Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) kann sich 1G-Regel für Unis vorstellen
  • Laut Insider-Bericht setzt Regierung auf „Gamechanger“ Valneva-Impfstoff
  • Kaum noch Impfbereitschaft: maximal 40% für dritte und nur 16% für vierte Impfung
  • Lockdown für Ungeimpfte in Deutschland

Von Christoph Uhlmann

Kurz: „Die Impfung ist jetzt die Antwort“

In seiner Abschlussrede am ÖVP-Bundesparteitag meinte der wiedergewählte Obmann Kurz, dass es gelte, in den kommenden Monaten und Jahren mit dem Virus leben zu lernen.

So „lebt“ ÖVP „mit dem Virus“: Während des Parteitags busselte und herzte er seine Parteifreunde. Auf Masken und Abstand wurde dabei getrost verzichtet.

Dagmar Belakowitsch (FPÖ) ärgert sich über ÖVP-Bussi-Bussi-Tour, während Österreicher strengste Abstands-Regeln befolgen müssen:

 

Einmal mehr bewarb Kurz die Corona-Impfung, denn das Ziel müsse sein: „mit dem Auf- und Zusperren muss Schluss sein. Die Impfung ist jetzt die Antwort und nicht der Lockdown“, so der türkise Kanzler. So ähnlich sieht das auch die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer, die meinte, dass die momentanen Maßnahmen nicht ausreichen würden. Sie drohte förmlich:Wenn die Welle nicht bald abflacht, werden wir um einen Lockdown nicht herumkommen.“ Sie erklärte, dass es davon abhänge, „wie viele sich jetzt noch rasch impfen lassen und dass die sehr früh Geimpften in diesem Jahr sich rechtzeitig auffrischen lassen“, also sich den dritten Stich verpassen lassen, da man sonst nicht ausschließen könne, „dass wir wieder in einen Lockdown hineinlaufen.“ Schuld an allem ist natürlich die ach so gefährliche Delta-Variante.

VdB: „Teil der Lösung sein“

Per Videobotschaft wandte sich unser offenkundiger Bundes-Pharma-Vertreter Van der Bellen betont lässig an die Österreicher. Es herrsche „echtes Sommerfeeling“, doch Herbst und Winter würden bestimmt kommen, klärte er die Bürger über den Jahreszeitenverlauf auf – kindgerecht wie einst der Babyelefant seines Parteifreundes Rudi Anschober. Die Impfung würde schützen, behauptete er und würde man doch angesteckt, so verlaufe die Krankheit „weniger arg“. Man solle das „Impfangebot“ wahrnehmen und „Teil der Lösung sein“. Auf diese Weise könne man „das Virus schon in die Schranken weisen“, phantasierte das Staatsoberhaupt. Die Situation in Israel, wo Geimpfte die Krankenhäuser fluten, dürfte ihm also offenbar nicht bekannt sein.

Ende des freien Hochschulzuganges

NEOS-Wissenschaftssprecherin Martina Künsberg Sarre äußerte gegenüber der APA, dass Corona-Impfungen direkt an den Hochschulen gespritzt werden sollen. Halte sich die Freiwilligkeit in Grenzen, „müsste man dort über eine 2G-Regelung reden. Damit hätten nur geimpfte und genesene Personen Zutritt, und dies müsse auch verbindlich kontrolliert werden – das Ende des freien Hochschulzugangs. „Wenn Impfungen am Badesteg oder im Stephansdom möglich sind, dann muss das auch direkt vor Ort an den Hochschulen reibungslos funktionieren“, so Künsberg Sarre.

Kritik von der FPÖ: „Corona-Wahnsinn“

Damit schlagen die NEOS in dieselbe Kerbe wie Bildungs- und Mobbing-Minister Heinz Faßmann, der sich ebenfalls eine Impfpflicht als Studienvoraussetzung vorstellen kann. Bloß, schwer durchsetzbar sei diese, weswegen er sich für eine 3G-Regelung aussprach. Kritik kommt – einmal mehr – allein von Seiten der Freiheitlichen. FPÖ-Tirol-Bildungssprecher Christofer Ranzmaier kritisierte die Pflichtimpfung für Innsbrucks Medizinstudenten bereits entschieden, indem er feststellte, dass der freie Hochschulzugang „dem grassierenden Corona-Wahnsinn geopfert“ werde.

Impfrate entscheidet über Corona-Knast

In der Riege der Impf-Propagandisten darf natürlich auch der legere Sneakers-Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) nicht fehlen. Die Impfung sei der wirksamste Schutz. Das Virus würde zwischen Geimpften und Ungeimpften nicht unterscheiden, erklärte er. Man müsse besonderes Augenmerk auf die jeweilige Durchimpfungsrate richten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Gemäß seinem Knast-Erlass, der vorsieht, Corona-Maßnahmen von der Durchimpfungsrate der jeweiligen Region abhängig zu machen, werden künftig die Ungeimpften an den Maßnahmen „schuld“ sein (Wochenblick berichtete). In einer Tageszeitung wird die Frage aufgeworfen:Kommt der Lockdown für Ungeimpfte?, was auf Twitter heftige Reaktionen auslöste.

Ein Twitter-Nutzer bringt es auf den Punkt. Es sollte doch darum gehen, ob jemand immun ist – nicht, ob jemand geimpft ist.

Ein weiterer Twitter-User sieht ein gewisses „Konfliktpotential“, sollte ein Lockdown für Ungeimpfte tatsächlich kommen.

Insider-Bericht: Warten auf Valneva-Impfstoff

Die massiven politischen Bemühungen, die Österreicher schnellstmöglich zur Nadel zu bringen, könnte einen brisanten Hintergrund haben. Denn laut einem türkisen WKÖ-Funktionär mit guten Kontakten ist der Regierung bereits bekannt, dass die überteuerten mRNA-Impfungen nicht wirken. Kurz würde aber trotzdem weiter an den gefährlichen experimentellen Impfstoffen festhalten. Diese Strategie soll so lange beibehalten werden, bis der Impfstoff von Valneva verfügbar ist, berichtet der türkise Wirtschaftsvertreter. An dem Ganzviren-Totimpfstoff tüftelt auch die MedUni-Wien mit. Detail am Rande: Der Vorsitzende des Wissenschafts-Beirates von Valneva, Dr. Ralf Clemens, ist auch Berater der Bill & Melinda Gates Foundation. Durch eine Kooperation mit der Firma Batavia Biosciences könnte Bill Gates indirekt finanziell involviert sein.

Die Regierung sieht das Valneva-Serum als „Gamechanger“. Letztlich erhofft man sich seitens Türkis-Grün, dass dieser die versprochene Immunität bringt, was die mRNA-Impfstoffe ja nicht leisten können. Denn wie eine Studie aus Israel zeigt, sinkt der Impfschutz der BioNTech-Impfung rapide, wie Peter F. Mayer auf seinem tkp-Blog berichtet.

Impfbereitschaft in Bevölkerung drastisch gesunken

Laut einem weiteren Regierungs-Insider, der dem Gesundheitsministerium nahe stehen soll, soll der Regierung auch eine Umfrage bezüglich der Impfbereitschaft unter den Österreichern vorliegen. Diese würde zeigen, dass maximal 40% der Bevölkerung sich den dritten Stich verpassen lassen wollen und beim vierten seien es gar nur noch magere 16%. Das Land Niederösterreich soll daher aus seiner Stellenausschreibung für neue Bedienstete die Impfung als Voraussetzung bereits gestrichen haben – ganz heimlich, still und leise. Erst Anfang August hatte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Impfpflicht bei Neuanstellungen ab 1. September angekündigt.

Lockdown für Ungeimpfte in Deutschland

Die wissenschaftlichen Daten und Umfragewerte scheinen den Corona-Folterknechten also Kopfzerbrechen zu bereiten. Ob es tatsächlich zu Maßnahmen wie Lockdown nur für Ungeimpfte kommen wird, wie es beispielsweise in Baden-Württemberg angedacht wird, ist vorerst fraglich. Dort meinte der grüne Sozialminister, dass man erwäge, ab einer bestimmten Intensivbettenbelegung „Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Erwachsene zu erlassen.“ Der CDU-Chef Baden-Württembergs, Thomas Strobl, meinte gegenüber der „Bild“, dass es für Ungeimpfte andere Regeln geben werde als für Geimpfte.

Auch der Gesundheitsminister in Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch (SPD), will den Druck auf Impfvermeider erhöhen: „Es kann bei manchen Aktivitäten für Erwachsene wie einem Discobesuch so sein, dass dieser faktisch nur noch für Geimpfte möglich sein wird“.

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