Österreich ist im laufenden Jahr bei den Rückgängen von Asyl-Erstanträgen auf dem zweiten Platz unter den 28 EU-Staaten. Zur selben Zeit steigerten sich in allen Bereichen die Rückführungszahlen. 5.166 der insgesamt 9.278 Abschiebungen bis Ende September wurden zwangsweise durchgeführt!

Am 9. Oktober wurde eine von Ungarn organisierte Rückführungsaktion nach Afghanistan realisiert. Insgesamt wurden 32 Personen den afghanischen Behörden in Kabul übergeben.

Anstieg um 42 Prozent

Aus Österreich kamen 26 Afghanen, unter denen auch elf Dealer, Räuber und Vergewaltiger waren. Die Anzahl der zwangsweise durchgeführten Abschiebungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent, die Anzahl der freiwilligen Heimkehrer auf sieben Prozent.

Bis Ende September reisten insgesamt 4.112 Personen aus eigenem Antrieb zurück in ihre Herkunftsländer. Mittlerweile wurden sieben Asyl-Betreuungsstellen des Bundes geschlossen, da auch wegen den sinkenden Erstanträgen kein Bedarf mehr vorhanden ist.

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Kickl will „konsequente Rückführungspolitik“

„Die Zahl der Asylanträge ist weiterhin stark sinkend. Allerdings ist dies noch lange kein Grund, die Hände in den Schoss zu legen. Es gibt keine vernünftige Asylpolitik ohne eine konsequente Rückführungspolitik – daher setzen wir alles daran, Illegale so rasch wie möglich außer Landes zu bringen„, betont unser Innenminister Herbert Kickl jetzt.