Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich ist stark aufgestellt.

Der Jobmotor in Österreich brummt weiter auf Hochtouren. Auch die zuletzt veröffentlichten Arbeitslosenzahlen geben Hoffnung, dass der Aufwärtstrend weiter anhält.

So waren die Arbeitslosenzahlen in Oberösterreich im Oktober um 9,5 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit liegt Oberösterreich auch deutlich unter dem Österreich-Schnitt von sieben Prozent und verfügt auch über die niedrigste Arbeitslosenquote, nämlich 4,4 Prozent.

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Mobilität soll erhöht werden

Diese liegt in Gesamt-Österreich bei 7,3 Prozent. Große Unterschiede gibt es jedoch in der Besetzung offener Lehrstellen. Laut Erhebungen der Wirtschaftskammer kommen in Wien auf eine offene Lehrstelle für einen Metall- und Elektroberuf 13 Lehrstellensuchende, in Oberösterreich ist es komplett anders, ein Lehrstellensuchender kann zwischen mehr als 5 Lehrstellen wählen, die er sofort antreten könnte.

Das Arbeitsmarktservice (AMS) und die Wirtschaftkammer (WKÖ) wollen generell die Mobilität der arbeitslosen Menschen in Österreich erhöhen, um regionale Unterschiedlichkeiten der Arbeitslosigkeit entgegentreten zu können.

Bewusstseinsbildung

„Mit dem Ausbau der Entfernungsbeihilfe hat das AMS bereits letztes Jahr einen wichtigen Schritt gesetzt. Wir müssen solche Instrumente noch bekannter machen und auch für Bewusstseinsbildung sorgen. Es ist ja eine wertvolle Erfahrung, in einem anderen Bundesland zu arbeiten“, betont Martin Gleitsmann, Arbeitsmarktexperte der WKÖ.

Kein Verständnis zeigt Gleitsmann für die Kritik der Arbeiterkammer, manche Unternehmen würden Mitarbeiter in der Arbeitslosigkeit „zwischenparken“. Denn in Branchen wie dem Tourismus und der Bauwirtschaft gibt es oft keine andere Möglichkeit.

Plus bei älteren Beschäftigten

Erneut sehr erfreulich ist das Plus bei den älteren Beschäftigten (+52.000 im Vorjahresvergleich). Seit Anfang des Jahres haben bereits 100.038 arbeitslose Personen über 50 Jahren einen Job gefunden.

„Der eingeschlagene Weg, die Eingliederungsbeihilfe für dieses Alterssegment zu forcieren, war genau der richtige Weg, der sich gelohnt hat,“ so Gleitsmann. Auch bei Langzeitarbeitlosen ist ein Rückgang von 16 Prozent zu verzeichnen.