Österreicher kaufen immer mehr Handfeuerwaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Statistik über registrierte Waffenverkäufe in Österreich im vergangenen Jahr 2019.

Im letzten Wirtschaftsjahr wurden 64.780 Handfeuerwaffen verkauft, im Gegensatz zu 2018 waren es 7,7 Prozent mehr. Circa 1,08 Millionen Handfeuerwaffen befanden sich Ende 2019 im Privatbesitz der Österreicher. Sogar das Rekordjahr 2015 wurde übertroffen. Damals herrschte in der Bevölkerung eine große Unsicherheit wegen der akuten Flüchtlingskrise.

Kaufdrang bei Gebrauchtwaffen

Am meisten wurden von der Bevölkerung Gebrauchtwaffen angekauft. 25.870 Gewehre und 21.000 gebrauchte Faustfeuerwaffen wechselten somit ihren Besitzer, ein sattes Plus von mehr als zehn Prozent gegenüber 2018.

Insgesamt 103.000 Neuanmeldungen

18.000 Stück fabriksneue Waffen gingen über den Ladentisch, davon waren 7400 Stück Gewehre und 10.600 Faustfeuerwaffen. Fast 47.000 Waffen wurden hingegen abgemeldet, die Neuanmeldungen betrafen dabei 103.000 Waffen.

Experten vermuten, dass die Waffenkäufe der Zivilbevölkerung wohl mit einem zunehmenden Vertrauensverlust in die Gesellschaft, den Staat und die Sicherheit verbunden sein dürften.