Aktueller Integrationsbericht: Bereits 25 Prozent der Bevölkerung sind Migranten

Wenig Neues brachte die Vorstellung der neuen Zahlen

Aktueller Integrationsbericht: Bereits 25 Prozent der Bevölkerung sind Migranten

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Jedes Jahr aufs Neue wird in Österreich der Integrationsbericht veröffentlicht. Besondere Erkenntnisse sind von der Vorstellung kaum zu erwarten, außer, dass die Anzahl der Personen mit Migrationshintergrund stetig zugenommen hat.

Mit 2.070.100 Personen hat inzwischen fast ein Viertel der Bevölkerung im Land einen Migrationshintergrund – ist also selbst zugewandert oder hat zugewanderte Eltern. Gegenüber noch vor zehn Jahren bedeutet dies einen Anstieg von rund 36 %.

Wie aus dem Bericht auch hervorgeht, hat Österreich seit 2015 EU-weit pro 100.000 Einwohnern mehr Migranten aufgenommen als etwa Schweden oder Deutschland. Insgesamt wurden seit 2015 200.000 Asylanträge gestellt, bei etwas mehr als der Hälfte (118.000) wurde der Antrag positiv beschieden.

Bei Unterscheidung nach der Staatsangehörigkeit sind 64 % der Personen mit Migrationshintergrund ausländische Staatsbürger, 36 % sind im Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft.

Immer noch höhere Arbeitslosigkeit

Als positiv wurde die leicht gesunkene Arbeitslosenquote von Ausländern vermerkt, die 2019 bei 10,8 % lag (2018: 11,3 %). Allerdings war diese immer noch deutlich höher als die durchschnittliche Arbeitslosenquote in Österreich.

Die lag 2018 bei 7,7 und 2019 bei 7,4 %. Durch die Corona-Krise war die Arbeitslosigkeit von Ausländern im Juli dieses Jahres um 74,2 % höher als im Vorjahr, bei Österreichern stieg sie um 48,8 %. Auch die Bildung bleibt ein Problem.

Mehr Förderbedarf bei Kindern

70 % der Kinder mit nichtdeutscher Umgangssprache zwischen 3 und 6 Jahren weisen einen erhöhten Förderbedarf auf; 2018/19 war mehr als ein Drittel aller Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen nichtdeutscher Umgangssprache.

In Wien kletterte die Zahl von 43,5  (2010) auf 60,1 % (2019). Der Anteil der Schüler mit nichtdeutscher Umgangssprache stieg innerhalb der letzten Dekade österreichweit von 17,6 (2010) auf 26,4 % (2019), allein in Wien von 41,8 (2010) auf 52,2 % (2019).

Zudem zeigte sich bei Untersuchungen, dass zwei Drittel der Schüler mit Migrationshintergrund in der 8. Schulstufe die Bildungsstandards in Lesen und Rechnen nicht oder nur teilweise erreichen.

Ausgeprägte Abwertungshaltungen

Außerdem belegten Studien, dass Abwertungshaltungen gegen Homosexuelle sowie Antisemitismus bei Migranten aus Bosnien, Afghanistan, Syrien und der Türkei tendenziell häufiger vorkommen.

Zudem finden 77 % der Jugendlichen aus Afghanistan, 58 % jener aus Syrien sowie 52 % jener aus der Türkei, dass der Mann für alle größeren Entscheidungen zuständig sein sollte.

Deutlich höhere Kinderzahl bei Migrantinnen

Deutliche Unterschiede zeigen sich in der Kinderanzahl. Besonders hoch war diese bei Frauen aus Afghanistan, dem Irak und Syrien mit 3,14 Kindern pro Frau. Die durchschnittliche Fertilitätsrate aller österreichischen Staatsbürgerinnen liegt bei 1,35 Kindern.

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