Das Gesundheitssystem steht vor dem endgültigen Kollaps

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Immer mehr Praxen bleiben zu

Das Gesundheitssystem steht vor dem endgültigen Kollaps

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Mit den kälteren Temperaturen beginnen sich nun auch die Praxen der Ärzte wieder verstärkt zu füllen. Das Bild in den Wartezimmern ist ein Vertrautes: Zwischen Husten und Schnäuzen hört immer wieder genervtes Stöhnen der teilweise stundenlang wartenden Patienten. Oft vergessen wird, dass hinter der Türe zum Arztzimmer ein Mensch arbeitet, der viel zu häufig weit über sein Limit hinaus belastet ist…

Eine Reportage von Christian Seibert und Rene Rabeder

Hausarzt kaputt gemacht

Komplizierte Verträge mit den Kassen, lähmende Bürokratie und absolut keine Flexibilität bei der Arbeitszeit – dazu der ständige Druck, seine Patienten gut und sicher zu versorgen, machen den Beruf des Allgemeinmediziners zunehmend unattraktiv.

„Sie haben uns den Hausarzt kaputt gemacht, ich hör auf…“, sind Worte, die ein niedergelassener Linzer Arzt heutzutage nicht selten von seinen Kollegen zu hören bekommt. Er selbst ist Mediziner in zweiter Generation und seit 30 Jahren in seiner Praxis nahe der Innenstadt niedergelassen.

In dieser Praxis erzählt er uns im exklusiven „Wochenblick“-Interview, warum er vor nunmehr vier Monaten als Kassenarzt hinschmiss und den Schritt zum Wahlarzt machte. Eine Entscheidung, die er sich nicht leicht machte, und erst als er eines Tages letztendlich selbst mit Herzrhythmusstörungen als Patient in einem Krankenwagen lag, endgültig fällte.

Schnelle Entscheidung

„Wir fahren einen Zug an die Wand. Jeder zweite Allgemeinmediziner geht bald in Pension und die Grundversorgung wird zum echten Problem“, konstatiert der Mediziner und erzählt uns Dinge aus seinem Alltag, die sich über die Jahre hinweg angestaut haben müssen. Einen „Ärztemangel“, von dem man immer wieder hört, verortet er aber nicht.

Das Problem liegt, so vermittelt er glaubhaft, im System an sich. Es beginnt mit der Ausbildungsordnung junger Ärzte. Diese müssen sich im Rahmen der Turnusausbildung nach neun Monaten entscheiden, in welche Richtung sie gehen wollen: Allgemeinmediziner oder Facharzt.

Nachwuchsprobleme

Hier entscheiden sich natürlich mittlerweile so gut wie alle für den Weg zum Fachmediziner, der nicht nur mehr Geld verdienen kann, sondern auch ein wesentlich besseres Image hat. Somit gibt es für den praktischen Arzt schon kaum mehr Nachwuchs.

Gesundheitsökonomen fordern auch deswegen schon seit Längerem eine Aufwertung des Hausarztes zu einem „Facharzt für Allgemeinmedizin“ – inklusive einer Erhöhung der Honorare um mindestens 25 bis 50 Prozent, um auf das Niveau eines Facharztes zu kommen.

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