Denkmalschändung: Entlassung von umstrittenem Uni-Lektor gefordert

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"Siegfriedskopf rein, Schmidinger raus!"

Denkmalschändung: Entlassung von umstrittenem Uni-Lektor gefordert

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Die Debatte rund um den Vandalismus bei Denkmälern und um deren Schleifung ist jetzt in Wien eine Facette reicher: Patriotische Akteure fordern die Rückkehr eines Gefallenen-Denkmals – und die Entlassung seines mutmaßlichen einstigen Vandalen. 

Auslöser der zivilgesellschaftlichen Diskussion war das späte Geständnis des nunmehrigen Uni-Lektors und Politologen Thomas Schmidinger. Dieser gab unlängst zu, sich mit einem Freund vor 18 Jahren am “Siegfriedskopf” vergangen zu haben – Wochenblick berichtete. Dieser war ein Denkmal für im 1. Weltkrieg gefallene Uni-Angehörige und stand früher in der Uni-Aula.

Aktivistengruppe: “Siegfriedskpf rein – Schmidinger raus”

Das symbolische Abschlagen der Nase des Denkmals durch zwei Vermummte – einer von ihnen will Schmidinger gewesen sein – war damals aber nur eine Episode in der schon Jahrzehnte lang dauernden Debatte um das Monument. Vier Jahre nach der Tat zerstückelte ein Künstlerkollektiv ihn dann mit Sanktus der Uni Wien und verlegte seine drei Einzelteile dann in Glassärge im Arkadenhof – die linken Kritiker hatten gewonnen.

Wenn es nach einer bislang unbekannten Gruppe von Aktivisten geht, die aber dem  patriotischen Lager zuzuordnen sein dürfte, ist das nicht das Ende der Geschichte. Am Freitagabend begaben sie sich mit Leuchtmitteln und Spruchband (“Siegfriedskopf rein – Schmidinger raus”) auf die Rampe der Uni Wien. Sie forderten in deutlichen Worten die “Entfernung Schmidingers aus dem Lehrbetrieb” und die Wiederkehr des Monuments.

Auch Freiheitliche forderten die Abberufung

Zuvor hatten bereits andere Akteure des dritten Lagers in eine ähnliche Richtung urgiert. Der FPÖ-Politiker Udo Guggenbichler forderte schon am Mittwoch, die dienstrechtlichen Konsequenzen seitens der Uni: „Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen mit einer derartigen Geisteshaltung auf der Universität lehren dürfen.” Auch der Ring freiheitlicher Studenten machte sich für eine Abberufung Schmidingers stark.

Haider-Denkmal den Stinkefinger gezeigt

Es ist übrigens nicht einmal die erste öffentliche Kontroverse um den öfter von etablierten Medien hofierten Schmidinger. Vor drei Jahren sorgte er mit einem Bild für Aufregung, auf dem er der Gedenkstätte für den Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider den Stinkefinger zeigte. Die Universität verwies in der Folge auf eine Privatmeinung und verabsäumte es, irgendwelche Konsequenzen zu ziehen.

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