Dietrich Mateschitz verstorben: Geschäftsmann und Mäzen

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Kämpfer für Meinungsfreiheit

Dietrich Mateschitz verstorben: Geschäftsmann und Mäzen

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Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ist mit 78 Jahren verstorben. Viele fragen sich jetzt, wie es mit dem Lebenswerk des streitbaren Steirers weitergeht. Denn er war nicht nur ein erfolgreicher Geschäftsmann sondern sponsorte auch zahlreiche Sportvereine und machte sich ebenfalls für die Meinungsfreiheit stark.

Bereits vor Wochen war es in den Medien Thema, dass Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz schwer krank sei. Nun hat der 78-Jährige den Kampf gegen den Krebs verloren. Und wie er schon zu Lebzeiten, polarisiert nun auch sein Tod. Denn Zeit seines Lebens nahm Mateschitz nie ein Blatt vor den Mund. So finden sich im Internet durchaus gehässige und pietlose Meldungen zu seinem Ableben, obwohl er sich nie politisch auf eine Seite stellte.

Erfolg mit Energiedrink

Seinen größten beruflichen Erfolg hatte der studierte Betriebswirt mit dem Energiedrink Red Bull, der 1987 auf dem Markt eingeführt wurde und bald zum Weltmarktführer wurde. Zwar hatte Mateschitz das Getränk nicht erfunden, aber auf einer Geschäftsreise das Potential des Energiedrinks der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidha erkannt und dieses mit leichten Änderungen nach Europa gebracht. Anders als viele andere Unternehmer blieb er aber auch mit seinem Red-Bull-Imperium seiner Heimat Österreich und seiner engeren Wahlheimat Salzburg treu. Produziert wird bis heute zum großen Teil in Österreich, wo auch die Steuern hinfließen.

Umfangreiches Mäzenatemtum

Einer breiten Öffentlichkeit bekannt war seine Förderung des Sports. Zwei Formel-1-Rennställe – Red Bull Racing und AlphaTauri – gehören dem Konzern Red Bull sowie Fußball-Vereine in Salzburg und Leipzig und auch ein Eishockey-Verein in Salzburg. Auch zahllose Sportler konnten sich auf sein Sponsoring verlassen, wie etwa Stratosspärenspringer Felix Baumgartner. Weniger bekannt dürfte sein Einsatz für die Gesundheit gewesen sein. Die von ihm gegründete Stiftung „Wings for Life“ unterstützt und fördet die Forschung zur Heilung von Querschnittslähmung.

Ecken und Kanten

Aus seinen Ansichten machte er jedoch nie einen Hehl, was ihm auch immer wieder Kritik einbrachte. Bei der Flüchtlingskrise 2015 griff er die österreichische Asylpolitik an und sprach auch aus, was der Mainstream nicht hören wollte. So sei es „für jedermann erkennbar“ gewesen, „dass der Großteil der Menschen nicht der Definition des Flüchtlings“ entspräche und das es ein Fehler gewesen sei, die Grenzen nicht zu schließen.

Kampf für die Meinungsfreiheit

Kritik hagelte es auch immer wieder für seine Medientätigkeit. So gründete er 2009 den erfolgreichen Fernsehsender ServusTV, der sich immer wieder Attacken ausgesetzt sah, weil alle Seiten darin zu Wort kommen sollten. Vor allem während Corona war es Politik und Mainstream ein Dorn im Auge, dass als Schwurbler bezeichnete Experten, wie der Mediziner Sucharit Bahkdi in dem Sender Auftritte absolvieren konnten. Neben ServusTV finanzierte Mateschitz auch die 2017 gegründete Investigativplattform Addendum, die jedoch 2020 ihre Arbeit wieder einstellte.

Frage der Nachfolge

Wie es nun nach seinem Tod mit dem Red-Bull-Imperium weitergeht, ist noch offen. Zwar soll sein Sohn Mark Mateschitz (29) auf die Nachfolge im Konzern vorbereitet worden sein, allerdings trat er im Konzern bisher nie wirklich in Erscheinung, lediglich im Vorstand der Stiftung “Wings for Life” taucht er auf. Zudem sind nur 49 Prozent der Red Bull GmbH im Eigentum der Familie. Mehrheitseigentümer sind die Thailänder. Die Holding TC Agro Trading der Industriellenfamilie Yoovidhya hält ebenfalls 49 Prozent und Familienoberhaupt Chalerm Yoovidhya die restlichen 2 Prozent. Dass das Kerngeschäft des Konzerns weiterläuft, steht außer Frage. Interessant bleibt jedoch abzuwarten, wie es mit den anderen Aktivitäten im Sport und Medienbereich weitergeht.

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