Er veruntreute Millionenbeträge: Ukrainer in Wien festgenommen

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Sechs Jahre auf der Flucht

Er veruntreute Millionenbeträge: Ukrainer in Wien festgenommen

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Sechs Jahre lang befand sich ein Ukrainer (45) auf der Flucht – man suchte sogar per internationalem Haftbefehl nach ihm. In Wien gelang es nun Beamten der Polizei, ihn aufzuspüren und dingfest zu machen. 

Der Zugriff in der Wiener Innenstadt erfolgte am Mittwochmittag und betraf einen großen Fisch. Denn der Mann soll in seiner ukrainischen Heimat als Bank-Mitarbeiter zwischen 2012 und 2014 Kredite in Höhe von insgesamt 9 Million Euro veruntreut haben. Die mutmaßlichen Straftaten geschahen offenbar als Banker zweier Geldinstitute.

Mit gefälschten Pässen abgesetzt – in Wien gefasst

Nachdem die Sache aufflog, setzte er sich seinerzeit mit falschen Reisedokumenten ins Ausland ab, ehe er nach Wien geriet. Bis dort der Zugriff erfolgen konnte, waren intensive Ermittlungen der heimischen Behörden nötig. In der Folge brachte man den Mann in eine Justizanstalt. Der 45-jährige Ukrainer wartet dort auf seine Auslieferung in die Heimat, wie der Kurier berichtet.

Österreich kein sicherer Hafen für zwielichtige Ukrainer

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass heimische Behörden sich die Verhaftung von mutmaßlich zwielichtigen Akteuren aus dem osteuropäischen Land auf die Fahnen heften können. Vor sechs Jahren sorgte die Festnahme eines ukrainischen Oligarchen in Wien aufgrund des Vorwurfs der Bestechung und der Bildung einer kriminellen Vereinigung für viel Aufsehen. Unter anderem ging es um Geldflüsse in zweistelliger Millionhöhe an indische Amtsträger.

Damals folgte dem resoluten Ermittlungserfolg allerdings die Ernüchterung. Gegen eine Rekord-Kaution von 125 Millionen Euro kam der Oligarch wieder frei und sitzt seit sechs Jahren in der Bundeshauptstadt de facto fest, während die USA weiterhin eine Auslieferung begehren. Im Zuge der kürzlich aufgearbeiteten FinCEN-Files stellte sich heraus, dass auch Banken zu den Empfängern möglicherweise illegaler Zahlungen gehören könnten. Die Anwälte des Beschuldigten bestreiten das.

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