FPÖ-Triumph: Das sind die irrsten Facebook-Ausraster

FPÖ-Triumph: Das sind die irrsten Facebook-Ausraster

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Der deutliche Erfolg von Norbert Hofer (FPÖ) in der ersten Runde der Bundespräsidentschaftswahl bringt die Gemüter zum Kochen. Insbesondere auf Facebook überbieten sich vor allem Unterstützer Alexander Van der Bellens in Beleidigungen gegen FPÖ-Wähler.

FPÖ-Wähler „Kellernazi, Rechtsextremist oder dumm“

„Österreich du mieses Stück“, hieß es in einem Facebook-Post der Hochschulgruppe „GRAS – Grüne & Alternative Student_innen“ vom Montag. Der Eintrag ist offenbar an den linksextremistischen Sager „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ angelehnt. Inzwischen wurde der Eintrag wieder gelöscht. Vor allem die Tatsache, dass fast drei Viertel der Arbeiterschaft Hofer demokratisch gewählt haben, stößt vielen FPÖ-Gegnern unangenehm auf.

Ein besonders verbitterter Facebook-Nutzer schreibt: „Wer FPÖ wählt oder sich dieser Partei anbiedert, ist entweder selber ein ‚Kellernazi’, Rechtsextremist oder dumm.“ Weil rund 1,5 Millionen Österreicher den FPÖ-Kandidaten gewählt haben, sieht der Kommentator den Wirtschaftsstandort Österreich in Gefahr: „Österreichs Untergang heißt Norbert Hofer. Die Zündhölzer zum Abfackeln unserer Nation liefert Strache in seinem schönsten Sonntagsanzug.“

ORF-Regisseur: FPÖ-Wähler wollen „Deportationen“

FPÖ-Triumph: Das sind die irrsten Facebook-AusrasterRegelmäßig wird insbesondere auf Facebook den FPÖ-Wählern pauschal Dummheit vorgeworfen. Insbesondere ein Zitat, dass viele fälschlicherweise dem Schriftsteller Karl Kraus zuschreiben, wird gerne im Zusammenhang mit der Wahl vom Sonntag äußert: „Die Österreicher sind das einzige Volk der Welt, das aus Erfahrung dümmer wird.“ Der unter anderem im Wiener Konzerthaus tätige Regisseur und Kunstpfeifer Nikolaus Habjan schreibt auf Facebook: „Liebe Hofer-WählerInnen! Ihr habt einen bekennenden Nationalsozialisten gewählt. Ihr Trotteln!“

„Ihr wollt Repression und Vertreibung. Ihr wollt weniger Freiheit und schreit nach einer starken Hand, die euch lenkt. Ihr sprecht von Flüchtlingen als Eindringlinge. Und träumt von Waffenliberalisierung und muslimischen Deportationen. Ihr seid 35 Prozent. Das ist viel. Zu viel“, meint der unter anderem für den ORF tätig gewesene niederösterreichische Regisseur David Schalko.

Van der Bellen „soll Karriere bei Sexhotline für Demenzkranke machen“

Auch manche Hofer-Wählern zuckten mitunter aus. Der grüne Präsidentschaftskandidat solle besser „Karriere bei einer Sexhotline für Demenzkranke machen“, betont ein Facebook-Nutzer. Tirols SPÖ-Chef Ingo Mayr dagegen antwortete auf Facebook auf eine augenzwinkernde Aufforderung eines FPÖ-Unterstützers, er solle am 22. Mai auch Hofer wählen: „Nazis unterstütze ich nicht.“ Nach deutlicher Kritiker der Tiroler FPÖ hat sich Mayr für seine Aussage entschuldigt.

Doch nicht nur ranghohe Parteifunktionäre und Künstler reihen sich jetzt bei den linken Wutbürgern ein. Der Grünen-Unterstützer Georg H. schreibt anlässlich der Bundespräsidentenwahl auf Facebook: „Ja, Österreich ist in der Flüchtlingsfrage tatsächlich ein Schurkenstaat. (…) Österreich du mieses Stück Scheiße.“

Wiener Café lädt FPÖ-Wähler aus

Einen Schritt weiter geht das Wiener Café „Fett+Zucker“. Deren Besitzerin Eva Trimmel stellte vor den Eingang des Cafés ein inzwischen wieder entferntes Schild mit dieser Aufschrift: „Wenn du bei diesen 35 Prozent dabei bist, geh doch BITTE einfach weiter“. Darunter stand: „#rightwingnotwelcome“ (zu Deutsch: „Rechte nicht willkommen“, die Redaktion).

Auf Facebook erntete sie dafür reichlich Kritik. „Typische linksextreme Doppelmoral bei euch, ihr tretet die Demokratie und Meinungsfreiheit mit Füßen“, schreibt eine Nutzerin auf die Facebook-Seite des Cafés. Eine andere Kritikerin betont: „Gescheiter wär’s, die Nichtwähler einzuladen auf einen Kaffee und versuchen, sie zu überzeugen. Diese Art von Überheblichkeit ist kontraproduktiv.“

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