Führt ein BP Hofer zur "Orbanisierung" ?

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Führt ein BP Hofer zur "Orbanisierung" ?

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Jetzt geht der Wahlkampf um die Hofburg in den Endspurt: Am Sonntag, den 15. Mai, 20:15 Uhr treten die Kandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen live bei ATV zum Rededuell an. Spannend wird es auch am Donnerstag, den 19. Mai, wenn beide abends beim ORF miteinander diskutieren. Doch bei der journalistischen Berichterstattung geht es nicht immer ausgewogen zu, wie „Wochenblick“-Chefredakteur Kurt Guggenbichler bemerkt:

Von Ausgrenzern und Scheinheiligen

Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. Dieses sinngemäße Voltaire-Zitat habe ich an den Anfang gestellt, um auch die mit wenig Toleranz ausgestatteten Menschen zu erinnern, dass Kritik ertragen werden sollte und nicht mit Hetze zu verwechseln ist.

Aus diesem Grund werde ich auch nicht als Hetze bezeichnen, was der Journalist Hans Rauscher unlängst im „Standard“ unter dem Titel „Wir werden uns wundern, was wir sehen werden“ verfasste. Dabei handelt es allerdings weniger um eine Kritik, als vielmehr um eine Prophezeiung, was uns Österreichern unter Hofers Präsidentschaft noch blühen wird, nämlich ein Präsidentenputsch und à la longue nichts Gutes. Mit dem Putsch – wie soll das eigentlich gehen? – wäre nach Rauschers Auffassung der Grundstein für eine Orbanisierung dieses Landes gelegt.

Asyl-Obergrenze: Der Eiertanz geht weiter
Kurt Guggenbichler – Chefredakteur “Wochenblick”

Drohen uns wirklich Säuberungen?

In der Folge würde es zu „Säuberungen“ in bürokratischen und staatswirtschaftlichen Schlüsselstellen, vor allem in Justiz, Polizei und Heer, kommen, befürchtet Rauscher. Was aber meint er eigentlich, wenn er von Säuberungen schreibt? Ich hoffe, doch nicht das, was man im nationalsozialistischen und stalinistischen Terrorregime darunter verstand.

Falls Rauscher damit aber nur die harmlosere Variante, die Auswechslung von Personen in wichtigen führenden Positionen im Auge hat, so weiß er selbst nur zu gut, dass damit lediglich einer Tradition gefolgt wird, die von der SPÖ kultiviert wurde. Und haben nicht auch die Schwarzen die Polizei umgefärbt? Grundsätzlich muss das nichts Schlechtes sein, weil jede Regierung Leute in Schlüsselstellen benötigt, auf die sie sich verlassen kann, nicht im parteipolitischen Sinn, sondern im Sinne einer effizienten Arbeit für Land und Leute.

Außerdem, unkt Rauscher weiter, würde es unter einer FPÖ-Regierung auch zum „Griff in verschiedene Kassen“ kommen. Zunächst einmal erinnere ich, dass es in den letzten Jahren vor allem SPÖ und ÖVP waren, die in die Kassen – und auch uns tief in die Taschen gegriffen haben. Woher, so frage ich mich, nimmt Rauscher nur die Gewissheit, dass es mit der FPÖ „ein harter Weg“ für dieses Land werden wird? Aus der Radikalität seiner links-linken Pseudo-Überzeugung?

Rauscher und seine Genossen sind für den Abstieg verantwortlich

Dass er es und seine sogenannten Gesinnungsgenossen waren, die dieses Land in die heutige Situation manövrierten, wird tunlichst verdrängt. Sind nicht sie es, die die „Willkommenskultur“ unterstützen und Andersdenkende ausgrenzen? Durch ihr ständiges Moralisieren mit dem erhobenen Zeigefinger haben Rauscher & Co. die sozialistischen Kernwählerschichten erfolgreich vergrault.

Die Kosten für die „Wir-schaffen-das-Kultur“ tragen nämlich nicht die ewigen Bedenkenträger, die sich über die Begrenzungsversuche der Regierung empören, sondern die Geringverdiener, unter denen der Kampf um Jobs und Wohnungen tobt – eben die klassische Klientel der Sozialdemokratie. Rauscher und die anderen rot-grünen Scheinheiligen mit dem Hofer-Verhinderungs-Syndrom fallen wohl eher nicht in die Kategorie der Menschen, die am unteren Rand dieser Gesellschaft zu leben haben.

Kurt Guggenbichler

[email protected]

 

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