GIS-Gebührenerhöhung: Sparpotential gäbe es genug!

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GIS-Gebührenerhöhung: Sparpotential gäbe es genug!

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Jetzt ist es amtlich: Die GIS-Gebühren für den steuergeldfinanzierten ORF werden erhöht.

In alle Österreichischen Haushalte wird demnächst ein neuer unbeliebter Zahlschein flattern. Nicht nur aus der Bevölkerung wird jetzt Kritik laut. Eine Erhöhung der GIS-Gebühren ist weder nötig noch gerechtfertigt heißt es in einer Mitteilung des „Verbands Österreichischer Privatsender“ (VÖP) angesichts der Erhöhung des Programmentgelts. Vielmehr sei sogar eine ORF-Gebührensenkung möglich, behauptet VÖP-Vorsitzender Ernst Swoboda, der mit seinen Mitstreitern auch detailliert die Gründe dafür erläutert.

Der Bildungsauftrag wird nicht mehr erfüllt

Swoboda kritisiert den ORF-Stiftungsrat, der eigentlich die Aufgabe hätte, die Interessen der österreichischen Bevölkerung, gegenüber der ORF-Geschäftsführung zu vertreten und nicht umgekehrt. Was nun die Höhe des Programmentgelts betrifft, so ist Swoboda der Meinung, dass der ORF schon über ausreichend Mittel verfüge, um seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen zu können, nur müsste er damit zweckmäßiger umgehen.

18 Millionen Euro Einsparung alleine bei Sportrechten möglich

Ganz offensichtlich würden auch mögliche Einsparungspotenziale nicht genügend berücksichtigt.Unternehmensberater und Regulierungsexperte Alexander Zuser rät dem ORF dringend, Unterhaltungs- und Sport-Inhalte durch Information und Kultur zu ersetzen. Allein durch den Verzicht auf „Formel 1“ und „Champions League“ ließen sich 18 Millionen € pro Jahr lukrieren, erläutert der stellvertretende VÖP-Vorsitzende Markus Breitenecker, und jeweils zehn Millionen Euro könnten auch beim Einkauf von Film- beziehungsweise Sportrechten gespart werden, ohne dabei die Erfüllung des Kernauftrags zu vernachlässigen.

Ohnehin beurteilte 2015 fast jeder Fünfte unter Dreißig die Leistungen des ORF als „sehr oder eher schlecht“, gegenüber 2011 bedeutet das eine Vervierfachung. Auch die Zahl derer, die den ORF als austauschbar betrachten, steigt.

Gehaltserhöhungen für die Programmchefs

Kritik prallt an dem wiedergewählten ORF-Direktor Alexander Wrabetz einfach ab. Die ursprünglich geplante Erhöhung von 7,7 Prozent gab es zwar nicht, sondern “nur” eine Erhöhung um 6,5 Prozent. Lediglich als einen “Tropfen auf den heißen Stein” bezeichnen Kritiker dieses Entgegenkommen des ORF-Chefs. Besonders sauer stößt es den Bürgern auf, dass sich die Direktoren eine Erhöhung ihres beachtlichen Gehaltes (“Wochenblick” berichtete) gönnen anstatt das beträchtliche Sparpotential auszunutzen. Kein Wunder, dass sich der steuerzahlende Bürger immer mehr wie eine ausgebeutete Melkkuh vorkommt…

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