Aus für „Masernpartys”: Nun droht Anzeige und sogar Haftstrafen

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Aufschrei der Impfgegner

Aus für „Masernpartys”: Nun droht Anzeige und sogar Haftstrafen

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Impfgegner, die sogenannte „Masernpartys” veranstalten, machen sich strafbar. Wer andere Menschen vorsätzlich mit Krankheiten ansteckt, riskiert eine Anzeige und sogar drei Jahre Gefängnis. Denn rechtlich ist dieser Akt eine gefährliche Körperverletzung. 

Um die eigenen Kinder auch ohne Impfung gegen die Masern-Erreger zu immunisieren, besuchen eingefleischte Impfgegner „Masernpartys”. Dabei werden gesunde Kinder mit kranken zusammengebracht um absichtlich eine Ansteckung herbeizuführen. Ärzte warnen vor dieser Sitte, da der Krankheitsverlauf auch gefährlich sein kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gehirnhautentzündung ausbricht, liegt bei 1:1000.

Lüge über Impfschäden

1998 hatte ein britischer Arzt eine Studie veröffentlicht, in der er einen Zusammenhang zwischen Autismus und Masern-Impfung herstellte. Seitdem fürchten viele Eltern, ihren Kindern mit einer Impfung zu schaden. Doch dann kam heraus, dass die Studie von Anwälten bezahlt worden war, die Autisten vertraten. Die Studie soll also massiv manipuliert worden sein.

Dringende Impfempfehlung

Laut Sozialministerium wurden im Jahr 2019 bisher (Stand 10. April) 64 Masern-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Bundesländer Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien. Das Ministerium empfiehlt dringend die Überprüfung des eigenen Impfstatus, um eine Ausbreitung der Krankheitsfälle zu verhindern.

Der Impfstoff für Kinder und Erwachsene ist an öffentlichen Impfstellen sowie im Rahmen des Kinderimpfprogramms kostenfrei erhältlich.

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