Mehr Schlepper als vor einem Jahr

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Burgenlands Landeshauptmann Niessl will sofortige Grenzkontrollen und fordert die österreichische Bundesregierung auf, jetzt zu handeln.

„Ein Rechtsstaat muss dafür sorgen, dass es keine illegalen Grenzübertritte gibt – wie das im Augenblick durch die Schlepper der Fall ist.“ Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) appellierte am Montag im ORF-Interview an die österreichische Regierung, nicht erneut die Ereignisse zu verschlafen und so – wie letzten Frühling – Österreich einem Asylansturm auszusetzen. Die Regierung erntet derzeit mediale Kritik für ihre „Verschärfung des Asylwesens“. Für Niessl werden aber die falschen Vorkehrungen getroffen:

„Das Innenministerium setzt die falschen Prioritäten. Wir brauchen nicht zuerst einen Grenzzaun, wir brauchen Grenzkontrollen. Es werden im Burgenland jetzt mehr Schlepper aufgegriffen als vor einem Jahr. Und das Ergebnis dieser regen Schleppertätigkeit kennen wir. Es führt dazu, dass es die 71 Toten auf der A4 gegeben hat. Und das wollen wir nicht.“ Deshalb, bekräftigt der burgenländische Landeshauptmann, brauche es als ersten Schritt Grenzkontrollen, um „wirkungsvoll gegen das Schlepperunwesen vorgehen zu können.“ Im Zuge der Grenzkontrollen müsse eine strikte Trennung zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und Kriegsflüchtlingen vorgenommen werden.

2016 kommt Afrika

Neben dem arabischen Raum sind nun Millionen Afrikaner in Bewegung geraten, wie sich Beobachter einig sind. Am Montag wurde vom italienischen Außenminister Paolo Gentiloni bestätigt, dass es erneut zu einer Boots-Tragödie im Mittelmeer kam. Hunderte Menschen seien dabei ertrunken. Beat Schuler (UNHCR) konkretisierte: „Wir wissen, dass es 40 Überlebende gibt und dass möglicherweise bis zu 460 Personen auf dem Boot von Ägypten losgefahren sind.“ Auf dem Boot befanden sich ausschließlich Afrikaner aus Somalia, Eritrea und Äthiopien, die versucht hatten über Ägypten nach Italien zu kommen.

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Viele Afrikaner aus Somalia sind auf dem Weg nach Europa.

In Italien angekommen geht es für viele Einwanderer weiter über den Brenner nach Deutschland und Österreich. Am Brenner treffen sowohl Österreich als auch Italien die letzten Vorbereitungen. Eine ausführliche Reportage über den drohenden Ansturm aus Afrika und die Vorbereitungen am Brenner lesen Sie in der neuen Print-Ausgabe der Zeitung „Wochenblick“, welche am 21. April erscheint. Wer keine Ausgabe verpassen möchte, kann hier ein Abo abschließen.

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