Vertuscht: Polizei schwieg jahrelang über Serienvergewaltiger

Medien klagen an

Vertuscht: Polizei schwieg jahrelang über Serienvergewaltiger

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Das Boulevardmedium Heute erhob am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen die Kärntner Polizei. Obwohl ein schwarzafrikanischer Serientäter seit 2015 immer wieder am selben Ort Frauen überfiel, verletzte und vergewaltigte, drang kein Wort an die Öffentlichkeit. Nicht einmal das Management der nahe gelegenen Discothek wurde informiert. War der Grund einmal mehr falsche “political correctness”?

Bereits am Dienstag berichteten wir über die Verhaftung eines Einwanderers von den Komoren, dem in Klagenfurt mindestens sieben Überfälle oder Vergewaltigungen zur Last gelegt werden. Die Behörden befürchteten eine viel höhere Dunkelziffer an Vorfällen, die vielleicht gar nicht angezeigt wurden. 

Keinerlei Pressemeldungen

Nun stellt sich heraus, dass der Täter jahrelang völlig ungehindert agieren konnte, weil die Polizei es unterließ, die Bevölkerung zu informieren. Schon am Dienstag kam es unseren Wochenblick-Redakteuren bei der Recherche merkwürdig vor, dass über keinen der sieben Fälle aus dem Juni 2015, August 2017, Juli, September und Oktober 2018 und Oktober 2019 ein Zeitungsbericht zu finden war.

Vorwürfe gegen die Polizei schon 2017

Nur über einen Fall im Juni 2017 war berichtet worden, wo das Opfer über einen dunkelhäutigen Täter sprach. Dieser Vorfall ist in den sieben Fällen nicht enthalten. Schon damals wurde Kritik an der Polizei laut, da DNS-Spuren, die sich unter den Fingernägeln des Opfers befanden, nicht gesichert und behandelt wurden.

Mutwillige Gefährdung der Bevölkerung?

Die Polizei muss sich jetzt wohl die Frage gefallen lassen, ob man die Frauen im Raum Klagenfurt nicht mutwillig gefährdete, indem man fünf Jahre lang über die Taten des Serienvergewaltigers schwieg. War es vielleicht die Furcht, als Rassisten abgestempelt zu werden, wenn man im sozialistisch regierten Kärnten vor einem dunkelhäutigen Täter warnt? Ein ähnliches Verhalten führte beispielsweise in England dazu, dass eigentlich polizeibekannte Täter hunderte sexuelle Verbrechen begehen konnten.

Rechtfertigung: Man wollte “Hysterie vermeiden”

Gegenüber der Kleinen Zeitung rechtfertigte sich die Behörde dahingehend, dass man “Panik, Hysterie und Verunsicherung” vermeiden wollte. Zudem hätte es jahrelang keine verwertbare Täterbeschreibung gegeben. Wahrscheinlich ist es so tatsächlich gelungen, Hysterie zu vermeiden. Was man leider nicht vermieden hat, waren weitere Opfer, die nun wohl ihr Leben lang unter den Taten zu leiden haben werden.

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