„Schockstarre“: So will jetzt die EU unsere Landwirtschaft umbringen

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„Schockstarre“: So will jetzt die EU unsere Landwirtschaft umbringen

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Ein Bericht der EU-Kommission setzte den Leiter der Naturschutzabteilung OÖ Gottfried Schindlbauer unter „Schockstarre“, wie er es selbst bezeichnete. Über 80.000 ha “Natura 2000-Schutzgebiete” allein in Oberösterreich seien noch immer zu wenig. Die EU will mehr.

LH-Stv. Manfred Haimbuchner vermutet dahinter vor allem einen „Anschlag auf unsere Kleinbauern“.

Brüssel macht jetzt Druck

Nach harten Verhandlungen über die Ausweisung von Schutzgebieten im Rahmen des EU-Projekts „Natura 2000“ einigten sich Österreich und die EU-Kommission bereits vergangenes Jahr. So machte es zumindest den Anschein. Denn nachdem 2013 ein Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Kommission gegen die Republik Österreich wegen Defiziten bei der Ausweisungspflicht von Natura 2000-Gebieten eröffnet wurde, bemühten sich die Bundesländer, allen Beanstandungen seitens der EU gerecht zu werden.

Mit Erfolg, weiß Gottfried Schindlbauer: „Die Gespräche waren sehr hart, aber fachlich in Ordnung. In Oberösterreich haben wir sehr gut verhandelt. Überall hatten wir das grüne Hakerl. Und jetzt verfielen wir durch diesen Bericht in eine Schockstarre“. Aufgrund „neuer Datenlage“ fegte nämlich die Kommission ganz plötzlich das über zwanzig Jahre lang mühsam ausgearbeitete Paket wieder vom Tisch. Nach einem Bericht aus Brüssel werden die Verhandlungen mit ganz Österreich neu aufgerollt.

Haimbuchner verteidigt "Burka-Wirbel" im Netz 1
LH-Stv. Haimbuchner / Foto: Land OÖ/Schauer

Natur und Bauern leiden unter EU-Willkür

Anders als vielleicht der Projektname vermuten lässt, stellt der Leiter der Naturschutzabteilung OÖ klar: „Natura 2000 bringt den nationalen Naturschutz um“. Denn sowohl Schindlbauer als auch Haimbuchner halten nichts davon, den Bauern und Grundbesitzern einen Zwang aufzuerlegen. Sie wollen einen gemeinsamen Naturschutz auf Augenhöhe. Denn nur durch Freiwilligkeit der Grundeigentümer, bei Förderungen oder nationalen Schutzgebieten mitzumachen, identifizieren sie sich damit und leisten von sich aus einen notwendigen Beitrag zur Landschaftspflege.

Und diese Freiwilligkeit ist bisher beim Großteil der Natura 2000-Gebiete gelungen: „Wir haben uns so bemüht, dass wir Vertrauen aufbauen und jetzt kommt der große Vertrauensbruch. Jetzt heißt es nochmal zehntausend Hektar. Das halten wir nicht mehr aus“, so Schindlbauer.

Haimbuchner zeigt sich kampfeslustig

„Und das wollen wir auch nicht aushalten. Denn wir können nicht überall der Mistkübel sein“, ergänzt Manfred Haimbuchner Gottfried Schindlbauer. Der LH-Stv. sieht durch die neue EU-Doktrin nicht nur den heimischen Naturschutz in Gefahr, sondern vor allem die Kleinbauern. Denn wenn ihnen noch mehr Flächen weggenommen werden beziehungsweise ihnen diktiert wird, was sie damit zu tun haben, werden viele Bauern abwandern.

„Die kleinstrukturierte Landwirtschaft und die regionalen Produkte, auf die wir so stolz sind, werden durch ein derartiges Vorgehen von der EU vernichtet. Ich hoffe, dass da kein Plan dahintersteckt, der über Naturschutz verkauft wird“, gibt Haimbuchner zu bedenken.

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