Tierschutz: Noch immer viel zu tun!

Tierschutz: Noch immer viel zu tun!

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Der Tierschutz, bestätigt eine aktuelle Studie, hat bei den Bürgern in der EU, darunter auch den Österreichern, einen hohen Stellenwert. Doch nach Ansicht der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ gibt es noch Verbesserungsbedarf.

Was machen Katzen, wenn sie unbeobachtet allein daheim sind? Zumindest zwei Tierbesitzerinnen wissen es jetzt ganz genau. Dabei handelt es sich freilich nur um zwei von insgesamt 1,8 Millionen Katzen, die in Österreich leben. Bei allen anderen, können Frauchen und Herrchen nur vermuten, was ihre „Manderl und Weiberl“ während ihrer Abwesenheit anstellen. Diese Ungewissheit wollte „Felix“ beenden, zumindest für jene, die bei ihrem Katzenbeobachtungsprogramm mitgemacht haben.

Der Kater ist der Chef

Ich war nicht wirklich überrascht darüber, dass meine Katzen allein so wild sind“, sagt Kathrin Menzinger ­lachend, denn dies habe sie ihnen durchaus zugetraut. Roxanne Rapp weiß ohnehin, dass ihr 13-jähriger Kater Sammy der Chef im Haus ist. Trotzdem war auch sie gespannt, was ihr Perserkater in ihrer Abwesenheit treibt.

Aber echte Tierfreunde lassen ihren Lieblingen vieles durchgehen, was auch durch eine EU-Studie bestätigt wird. Diese Studie zum Thema Tierschutz nennt sich Eurobarometer 2016 und wurde von der EU-Kommission selbst in Auftrag gegeben, bestätigt Indra Kley, die Leiterin des Österreich-Büros der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“.

82% für eine Verbesserung des Nutztierschutzes

Es bezeichnen 94 Prozent der EU-Bevölkerung das Wohlergehen von Nutztieren als „wichtig“ und 82 Prozent sind der Ansicht, dass der Nutztierschutz in der EU-Gesetzgebung verbessert werden muss. Außerdem sind 74 Prozent der Auffassung, dass Heimtiere mehr Schutz benötigen.

Insgesamt sind 59 Prozent der europäischen Bürgerinnen und Bürger bereit, bis zu 5 Prozent mehr für Produkte zu bezahlen, bei deren Herstellung auf Tierschutz geachtet wird. „Eindeutiger kann ein Bekenntnis der Bevölkerung zum Tierschutz nicht sein“, betont Kley. Auch die Österreicher haben sich deutlich für den Tierschutz ausgesprochen: Auch in unserem Land bezeichnen 93 Prozent den Schutz von Nutztieren als „wichtig“.

EU ist in Zugzwang

33 Prozent gaben übrigens an, dass Nutztiere in Österreich besser geschützt werden müssen. Bei Heimtieren betragen die entsprechenden Zahlen 28 bzw. 43 Prozent. Die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ sieht bei einigen Themen einen besonderen Bedarf an rascher Verbesserung. Nun liege der Ball bei der EU, sagt Indra Kley, und man werde sehen wie ernst es ihr mit dem Bürgerwillen sei.

 

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