Transparenz gefordert: Kirchen sollen Milliarden offenlegen

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Transparenz gefordert: Kirchen sollen Milliarden offenlegen

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In Zeiten wie diesen sollten auch alle anerkannten Religionsgemeinschaften in Österreich ihre Vermögenswerte offen legen, fordert DDr. Christian Fiala von der Initiative gegen Kirchenprivilegien.

Jährlich bis zu 3,8 Milliarden an Steuergeldern

Allein das Vermögen der österreichischen Kirchen wird auf 4,5 Milliarden Euro geschätzt. Da diese auch noch direkt und indirekt staatliche Förderungen kassieren, gibt es ein berechtigtes Interesse der Steuerzahler, zu erfahren, was mit dem Geld passiert. Vom österreichischen Steuerzahler werde die Kirche jährlich mit bis zu 3,8 Milliarden Euro gesponsert, so die Initiative.

Diese gigantischen Vermögenswerte seien jedoch nicht einzusehen, heißt es von Seiten der Initiative, solange im Sozial- und Bildungsbereich gespart werde und der Mittelstand unter der Steuerlast ächze.

Initiative: Kirche soll Vermögenswerte offenlegen

Unter diesem Aspekt sei eine weitere großzügige Finanzierung von Kirchen und Religionsgemeinschaften schlichtweg obszön. Sogar die Gehälter von 1.250 Kirchenbediensteten werden vom Steuerzahler (nach Beamtengehaltsschema Kategorie A) getragen, ebenso die christlichen und evangelischen Fakultäten bzw. deren Kindergärten, Privatschulen und pädagogischen Hochschulen.

Zum Vergleich: In Frankreich muss sich die katholische Kirche seit 1905 selbst erhalten. Nur um  die Erhaltung der Gotteshäuser in den Gemeinden kümmern sich dort die Kommunen, um die großen Kathedralen der Staat. Bei uns werden trotz Kirchensteuer und staatlicher Unterstützung im Falle von Kirchenrenovierungen auch noch zusätzlich Spenden lukriert. Dabei ist die katholische Kirche in Österreich alles andere als arm und die Initiative gegen Kirchenprivilegien verweist in ihrem Onlineportal auf die bischöflichen Privatbesitztümer, die Mensalien genannt werden.

Großzügige Finanzierung auch mit Grundstücken

So wurde beispielsweise an Kardinal Schönborn bei seiner Amtsübernahme ein geschätztes Vermögen von rund 152 Millionen Euro übergeben, bestehend aus tausenden Hektar Land (samt dazugehörigen EU-Agrar-Subventionen) und 14 Jagdgebieten, Immobilien und anderes mehr. „Schönborn stellt sich gerne als bescheidener Kirchenmann dar, in Wirklichkeit zählt er zu den 100 reichsten Österreichern“, erläutert Fiala. Mehr Infos unter: www.kirchen-privilegien.at/vermoegen/mensalgueter-oesterreich/

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