Umstrittene Hintergründe: Alt-Politiker für Van der Bellen

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Umstrittene Hintergründe: Alt-Politiker für Van der Bellen

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„Moralische Schirmherren“ für Alexander Van der Bellen wollen sie sein: Alt- und Ex-Politiker, welche sinnbildlich für das rot-schwarze Establishment in Österreich auftreten. Dabei könnte es sich als Fehler herausstellen, dass Personen, die offen dem rot-schwarzen System zugerechnet werden, Van der Bellen auf Händen tragen.

„Wenn nämlich die Kampagnen-Träger selbst kein gutes Image genießen, kann eine Wahlempfehlung aus diesen Kreisen zum Bumerang werden“, betonen Kommunikationsberater. Neben dem Industriellen Hans Peter Haselsteiner treten Franz Fischler (ÖVP), Brigitte Ederer (SPÖ) und Christian Konrad (Raiffeisenbank) für Van der Bellen auf.

„In die EU gelogen“

Die beiden Ex-Politiker Fischler und Ederer sind den Österreichern vor allem durch ihre unhaltbaren Versprechen zum EU-Beitritt Österreichs im Jahre 1994 in Erinnerung. Unter einem Landwirtschaftsminister Franz Fischler versprach die Politik den Bauern, dass Österreich nach dem EU-Beitritt „der Feinkostladen Europas“ werden würde. 20 Jahre später waren die Realitäten freilich andere: Die Agrarstrukturerhebung 2013 der Statistik Austria stellte fest, dass täglich sechs (!) österreichische Landwirtschaftsbetriebe ihre Tore für immer schließen mussten. Für Fischler zahlte es sich trotzdem gut aus: Er wechselte nach dem erfolgreichen EU-Beitritt nahtlos als EU-Kommissar nach Brüssel.

„Ederer-Tausender“

Brigitte Ederer organisierte als EU-Staatssekretärin die Heranführung Österreichs an die EU. Vor der EU-Volksabstimmung propagierte sie den legendären „Ederer-Tausender“: Demnach kündigte sie an, dass nach dem EU-Beitritt jede österreichische Familie 1.000 Schilling mehr in der Geldtasche haben würde. Die Ernüchterung der Steuerzahler ließ nicht lange auf sich warten.

Banker Christian Konrad gilt als Insider des Machtapparats, dem gute Kontakte sowohl zu SPÖ, als auch ÖVP, nachgesagt werden. Zuletzt schaffte er es als „Flüchtlingskoordinator“ der Regierung Faymann in die Schlagzeilen.

Korruptionsvorwürfe

Ganz euphorisch für Van der Bellen wirbt auch der eher blasse ÖVP-Langzeitpolitiker Othmar Karas. Dieser ist hierzulande weniger für seine Tätigkeit als Vizepräsident des EU-Parlaments oder seine EU-Zentralstaats-Thesen bekannt. Vielmehr dürfte vielen Landsleuten noch die Korruptionsvorwürfe gegen den ÖVP-Parlamentarier im Gedächtnis sein. Er hatte sich im EU-Parlament „irrtümlich in Anwesenheitslisten an solchen Tagen eingetragen, wo gar keine EU-Parlamentssitzungen stattgefunden hatten und dafür 262 Euro Taggeld kassierten“.

Ob sich die Österreicher von solchen Eliten vorschreiben lassen werden, wen sie wählen?

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