Libanon: Unsere „Kinderbringer“ werden im Orient getötet

Storch-Sterben als Volkssport

Libanon: Unsere „Kinderbringer“ werden im Orient getötet

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Zugvögel, deren Route über das östliche Mittelmeer führt, leben gefährlich. Obwohl bereits 2004 ein Jagdgesetz für den Libanon verabschiedet wurde, ist dessen Durchsetzung noch immer alles andere als konsequent.

Tausende von Jägern warten dort, um die Vögel vom Himmel zu schießen. Selbst auf die bei uns als „Kinderbringer“ beliebten Weißstörche wird gnadenlos geschossen. Findet man sie im Osten noch recht häufig, sind im Westen unseres Kontinents diese Tiere mittlerweile so gut wie ausgestorben.

Libanon ist keine Ausnahme

Ob dies alleine für das starke Geburtendefizit im Westen verantwortlich sei, ist eine Scherzfrage, die einem angesichts von weit mehr als zwei Millionen illegal getöteter Vögel alleine im Libanon leicht im Halse stecken bleibt. Die Stiftung “Euronatur” warnt eindringlich vor der besorgniserregenden Entwicklung. Eine inzwischen abgeschlossene Petition dazu erreichte immerhin mehr als 10.000 Unterschriften. Doch Mainstream-Medien schweigen eisern über die beängstigende Entwicklung.

Besonders abstoßend: Die skrupellosen Wilderer posieren laut Medienberichten bereits seit geraumer Zeit immer wieder mit verschiedensten erschossenen, jedoch oftmals geschützten Vögeln. Auf Facebook sind entsprechende Bilder schnell zu finden. Die deutsche Facebook-Seite “STOP Hunting Crimes in Lebanon” dokumentiert seit Jahren die schlimmsten Fotos:

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Opfer einer barbarischen Jagdindustrie

Und auch wenn er vermutlich einer der schlimmsten „Täter“ ist, so ist der Libanon längst keine Ausnahme. Auch in Italien, Ägypten und auf dem Balkan machen Wilderer mitunter brutale Jagd auf Zugvögel. Die reisenden Vögel, die, um sich zu paaren, oft tausende Flug-Kilometer zurücklegen, sind nur die prominentesten Opfer einer weit verbreiteten Jagdindustrie.

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