Wildwest-Szenen in Graz: Drei Verletzte nach Schüssen aus Auto

Streit vor Supermarkt eskalierte - Tatverdächtiger festgenommen

Wildwest-Szenen in Graz: Drei Verletzte nach Schüssen aus Auto

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In Graz endete eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen mit der Abgabe von Schüssen – und der Verletzung völlig unbeteiligter Menschen. 

Der Vorfall ereignete sich vor einem Supermarkt in der Grazer Neuholdaugasse. Dort gerieten gegen 18 Uhr drei Personen (31, 24, 20) in Streit. Grund für die Auseinandersetzung: Offenbar ein böser Blick. Dabei bedrohte der älteste der drei Kontrahenten die anderen beiden zunächst mit einem Messer an – und schlug sie somit in die Flucht. Doch das war nicht das Ende der Geschichte.

Aus fahrendem Auto geballert: Unbeteiligte verletzt

Denn unabhängig voneinander begaben sich alle drei Personen kurz darauf wieder zum selben Ort zurück. Dabei hatte der mutmaßliche Messer-Angreifer diesmal einen fahrbaren Untersatz und eine Schusswaffe. Dabei fackelte er nicht lange und eröffnete wie in US-Gangsterfilmen im Vorbeifahren das Feuer auf den 24-jährigen.

Dabei verletzte er drei Personen unbestimmten Grades, sie trafen wohl Projektilteile oder umherfliegende Splitter. Unter den drei Personen befinden sich neben dem jüngeren seiner beiden Kontrahenten auch zwei völlig unbeteiligte: Einen 22-jährigen sowie eine Rentnerin (82).

Schütze stammt aus dem Kosovo

Der Wildwest-Schütze setzte nach seiner Tat zur Flucht an – die Polizei konnte ihn aber rasch anhalten und festnehmen. Die beiden Tatwaffen trug der Mann allerdings nicht mehr bei sich – deren Verbleib ist auch weiterhin unklar. Der mutmaßliche Täter wurde ins Polizeianhaltezentrum verbracht. Eine Vernehmung gab wenig Aufschlüsse – der Beschuldigte fragte laut ORF lediglich nach einem Anwalt, ist bislang aber unbescholten.

Alle Beteiligten wohnten im unmittelbaren Umkreis, kannten sich aber offenbar nicht. Am Nachmittag drang dann die Herkunft des mutmaßlichen Täters an die Öffentlichkeit: Er soll aus dem Kosovo stammen. Auch seine beiden Kontrahenten sind Einwanderer: der ältere ist Rumäne, der jüngere Tschetschene. Bei einer kurzzeitigen Fahndung war auch die Spezialeinheit Cobra im Einsatz.
Aktualisierung (8. Juli 15:50 Uhr): Eine frühere Version thematisierte das Rätselraten von Bürgern über einen allfälligen Migrationshintergrund der Beteiligten. Nachdem Information in diese Richtung verfügbar wurde, wurde der Artikel entsprechend angepasst. 
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