„Unsere Kinder“ – Wirbel um bosnischen Wahlwerbespot von Zadic

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Martialische Aussagen getätigt

„Unsere Kinder“ – Wirbel um bosnischen Wahlwerbespot von Zadic

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Um die erstinstanzlich wegen übler Nachrede verurteilte Justizministerin Alma Zadic kehrt auch in der zweiten Woche ihrer Amtszeit keine Ruhe ein. (“Wochenblick” berichtete). Ein bosnischer Wahlwerbespot mit drastischen Aussagen ist nun im Internet aufgetaucht.

Nachdem Islam-Experte Irfan Peci bereits zuvor über Kontakte zu einer Moschee berichtet hat, in der auch Salafisten predigten, bringt sie nun ein in bosnischer Sprache gehaltener Wahlwerbespot in Bedrängnis. In dem im Internet aufgetauchten Video referiert sie darüber, warum Bosnier die Grünen wählen sollten.

Unklarheit über “unsere”

An einer Stelle des Videos stellt sie die Frage an die (bosnischen) Zuseher: „Hast du das Gefühl, dass unsere Kinder noch die gleichen Chancen in Österreich haben?“ Diese Aussage legt die Annahme nahe, dass sich die Juristin, die an renommierten ausländischen Universitäten studiert hat, nach wie vor mit der bosnischen Volksgruppe identifiziert. „Sie meint nicht die Österreicher, sondern sie meint natürlich die bosnischen Kinder“, bestätigt auch Islamismus-Aussteiger Irfan Peci.

Nicht alle gemeint

Der ehemalige Al-Kaida-Mann und heutige Radikalisierungsexperte wundert sich, dass die österreichische Justizministerin in einem Wahlwerbespot gezielt Bosnier anspreche. Peci stellt in einem Youtube-Video, dass sich mit dem Vorfall um Zadic beschäftigt fest: „Wenn das (Anm. die Bosnier) ‚unsere Kinder‘ sind, dann sind deren Kinder jemand anderes“. Man müsse die Frage stellen, wie sehr sich Zadic zu Österreich bekenne, wenn sie von „unseren“ und „deren“ Kindern spreche, so Peci.

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Spaltung befürchtet

In derartigen Videos sieht der Islam-Experte den Grund, warum eine Gesellschaft gespalten werde. „Zadic selbst ist das Gegenbeispiel ihrer eigenen These“, sagt Peci. Zadic war als Flüchtlingskind nach Österreich gekommen und war als Rechtsanwältin tätig und hat es schlussendlich sogar zur Justizministerin geschafft. Der im Internet aufgetauchte Wahlwerbespot zeigt Zadic, die in sommerlicher Kleidung auf Bosnisch zum Publikum spricht.

Einbahnsstraße Rassismus

Die Videoaufnahmen und der Ton sind mit einem deutschen Untertitel unterlegt. Peci deutet in seinem Video jedoch Übersetzungsfehler an. Passagen, die auf Deutsch harmlos klingen, hätte Zadic auf Bosnisch drastischer formuliert. So habe sie laut Peci etwa von einem „Kampf“ gesprochen, den „sie wie ein Löwe“ führen wolle. Zadic hatte in Österreich immer wieder „Nationalismus“ und „Rassismus“ angeprangert und lässt jetzt mit diesem Video aufhorchen, in dem sie mit „unsere Kinder“ gezielt die Bosnier in Österreich anspricht.

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