Wirbel um falsches Alter bei Asylwerbern!

Wirbel um falsches Alter bei Asylwerbern!

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Sogenannte “minderjährige unbegleitete Flüchtlinge” (MUFL) sorgen im Rahmen der Asylkrise immer wieder für Differenzen. Denn unter ihnen befinden sich in Deutschland und Österreich besonders viele Straftäter. Insbesondere in Hamburg kam es immer wieder zu erheblichen Zwischenfällen.

“Polizei kapituliert vor kriminellen Flüchtlingskindern”, titelte die Zeitung “Die Welt” schon im November 2014. Etwa ein Viertel der 115 bekannten schwerkriminellen jugendlichen Intensivtäter in Hamburg seien damals bereits zumeist aus Nordafrika kommende MUFL gewesen – Tendenz steigend. “Insbesondere führen kleinste Anlässe kontroverser Sachverhalte, auch untereinander, schnell zu aggressiv geführtem Angriffs- und Verteidigungsverhalten, wobei sich die betroffenen Jugendlichen zu Gruppierungen zusammenfinden und gegenseitig unterstützen oder auseinandersetzen”, heißt es in einem alarmierenden Dossier des Hamburger Landeskriminalamts.

Nach Axt-Attentat: So dreist mogeln Asylwerber beim Alter!
Auch der brutale Axt-Attentäter von Würzburg gab an, 17 Jahre alt zu sein… / Foto Hintergrund: FS Media / Würzburger Islamist: Screenshot Youtube / Bildkomposition “Wochenblick”

Vorteile durch Minderjährigkeit

Für Kriminelle unter den Asylbewerbern in Deutschland bietet die Alterseinstufung als Jugendlicher einen erheblichen Vorteil: Denn wenn sie als Minderjährige ohne Eltern illegal in Deutschland aufhältig sind, können sie nicht abgeschoben werden! Stattdessen bekommen sie eine besondere Unterstützung bei der Unterbringung, Integrationsförderung und materiellen bzw. medizinischen Versorgung. Laut aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums halten sich zur Zeit über 300.000 minderjährige Asylwerber in Deutschland auf! Immer wieder tauchten Fälle auf, bei denen Asylbewerber bei der Altersangabe dreist geschummelt haben – so auch beim brutalen Axt-Afghanen von Würzburg.

In Österreich ist die Lage ähnlich: Auch hier können als minderjährig anerkannte Asylwerber mit besonderen Konditionen rechnen. So gibt es eine über die Grundversorgung hinausgehende Betreuung, spezielle Unterkünfte, mögliche Schul- und Berufsausbildung sowie psychologische und sozialpädagogische Unterstützung. Hinzu kommt ein positiver Einfluß auf Länge und Dauer des Asylverfahrens. Doch so mancher Asylwerber schummelt offensichtlich bei der Altersangabe.

4.500 Euro pro Monat je Problem-MUFL

Am Mittwoch beschlossen die Bundesländer bei einer Konferenz der Flüchtlingsreferenten in Graz die verstärkte Einrichtung von Spezialunterkünften für sogenannte “minderjährige Flüchtlinge mit speziellem Betreuungsbedarf”. Im ersten Schritt zur Realisierung sei ein Tagsatz von 150 Euro pro Problem-MUFL notwendig (pro Monat also rund 4.500 Euro), so die von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) federführend angestoßene Initiative. Zusätzlich soll sich medizinisches und psychologisches Fachpersonal “um die immer wieder verhaltensauffälligen und zu Gewalt neigenden unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge” kümmern.

Wirbel um falsches Alter bei Asylwerbern!
Gerichtsmediziner sollen in Schweden ab 2017 für Klarheit sorgen / Foto: Pixabay

Laut dem „Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl“ haben 2015 951 Asylwerber ihre Volljährigkeit bewusst vertuscht. Die damit verbundene Altersfeststellung kostete den Staat im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen Euro. „Im Zweifelsfall werden die Asylwerber als Minderjährige eingestuft“, erklärte dazu Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck.

Protest von FP-Mahr

Laut Oberösterreichs FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr soll sich das nun ändern: “Beinahe die Hälfte aller im Jahr 2015 stichprobenartig untersuchten UMFs hatten ein falsches Alter angegeben. Nun soll der Betroffene bei Verweigerung einer notwendigen medizinischen Altersfeststellung automatisch als volljährig eingestuft werden.”

Er stellt fest: “Asyl ist kein Wunschkonzert. Die Verweigerung einer allfälligen Altersfeststellung darf nicht länger ohne Konsequenzen hingenommen werden. Vermeintlich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge müssen zukünftig genauer kontrolliert werden.” Durch die bereits vorgenommenen Kontrollen hätte man 2015 bereits 23 Millionen Euro einsparen können.

Vorbild Schweden?

Vorbild für die strengeren Kontrollen ist Schweden: Dort werden ab Januar Gerichtsmediziner im Zweifelsfall mit einer Röntgen-Untersuchung der Weisheitszähne und des Kniegelenks feststellen, ob Asylwerber beim Alter schummeln. Wird die Altersfeststellung durch den Asylwerber verweigert, droht eine Einstufung als Erwachsener. Schweden hatte 2015 besonders mit dem Ansturm echter sowie vermeintlicher Minderjähriger zu kämpfen. Es nahm 35.000 von ihnen im vergangenen Jahr auf – soviel wie kein anderer europäischer Staat. Am Donnerstag wird das brisante Thema auch im oberösterreichischen Landtag zur Debatte stehen.

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