"Wochenblick" räumt mit den Bier-Mythen auf

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"Wochenblick" räumt mit den Bier-Mythen auf

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Statistisch gesehen trinkt jeder Österreicher 105 Liter Bier pro Jahr. Dabei wird Bier aus der eigenen Region bevorzugt wie eine kürzlich bundesweit durchgeführte Studie des Linzer „market“-Instituts besagt. Demnach ist es nur 18 Prozent der Menschen in unserem Land egal, woher das Bier, das sie trinken, stammt. Die restlichen 82 Prozent wollen dafür aber sehr genau wissen, woher ihr Bier kommt – am liebsten natürlich aus der heimatlichen Umgebung.

Bekannt ist, dass fast jede Region Österreich ihre eigene Bierspezialität hat, die sich meist zu einer stimmigen Einheit mit den jeweils lokalen Schmankerln verbindet. Besonders stark ist die Bindung zum „eigenen Bier“ im ländlichen Bereich, in dem 41 Prozent der von „market“ befragten Menschen ihr regionales Bier konsumieren. Das betrifft vor allem die Männer (zu 38 Prozent) und weniger die Frauen (nur 29 Prozent). Regelmäßige Bierkonsumenten sind die treuesten Regionalbiertrinker, bei den gelegentlichen Biertrinkern sind es nur 27 Prozent.

Und auch über kaum ein anderes Getränk kursieren so viele Mythen und Irrtümer wie über Bier. Die bekanntesten davon sind:

  1. Bierkonsum führt zum Bierbauch

Tatsache ist: Ein Pilsbier zum Beispiel hat weniger Kalorien als eine vergleichbare Menge Apfelsaft, Milch, Wein, Sekt oder Spirituosen. Eine Studie des Londoner University College ergab: Bei Männern stehen Bierkonsum und Übergewicht in keinem Zusammenhang.

Bei den Frauen sind die Ergebnisse noch bemerkenswerter: Frauen, die moderat Bier trinken, seien im Durchschnitt sogar etwas dünner als abstinent lebende Frauen, so die Studie.

  1. Bier ist vor allem ein Männergetränk"Wochenblick" räumt mit den Bier-Mythen auf 1

Keineswegs, auch Frauen trinken sehr gern Bier. Gerade bei den 19- bis 24-Jährigen spielt die Geschlechterfrage keine Rolle spielt. Wenn diese Gruppe alkoholische Getränke genießt, trinkt sie am Liebsten Bier.

  1. “Bier auf Wein, das lass’ sein…”

Dieser Reim ist bis heute weit verbreitet, war aber schon immer falsch: Seinen Ursprung hat der Trinkspruch im Mittelalter – er symbolisierte die sozialen Unterschiede.

 

  1. Ein gutes Bier braucht sieben Minuten

Richtig ist: Ein frisches Bier kann und sollte in maximal zwei bis drei Minuten gezapft sein, sonst wird es schnell schal und warm.

  1. Bier ist arm an Nährstoffen

Stimmt nicht, denn Studien belegen: Bier enthält neben Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium auch verschiedene B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die zum größten Teil aus dem zum Brauen verwendeten Malz und dem Hopfen stammen oder von der Brauhefe während der Gärung gebildet werden.

  1. Dunkles Bier ist stärker als helles Bier

Richtig ist vielmehr, dass es keinen grundsätzlichen Zusammenhang von Farbe und Alkoholgehalt des Bieres gibt. Die dunklere Farbe kommt lediglich zustande, weil andere Malzarten, etwa Dunkel- oder Röstmalze, beim Bierbrauen verwendet werden. Diese verleihen dem Bier zwar eine intensivere Färbung und einen anderen Geschmack, verändern aber den Alkoholgehalt nicht automatisch.

  1. Die Österreicher sind Europameister im Bier trinken

Stimmt nicht, das sind nach wie vor die Tschechen.

  1. Bier ist Bier

Von wegen! Der Biermarkt ist in den letzten Jahren ziemlich vielfältig geworden und legt an Dynamik weiter zu. Na dann, Prost!

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