Das einzige, das Gesundheitsminister Mückstein über den Sommer in Bezug auf Corona vorbereitet habe, sei die Entrechtung der Bürger durch die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz und den Lockdown für Ungeimpfte, kritisierte Susanne Fürst (FPÖ) vergangenen Sonntag „Im Zentrum“. Seitens der Regierung wird auch nichts abseits von Verfassung vom Impfterror angedacht. Ab 1. November ist es nun so weit und die 3G am Arbeitsplatz gelten. Bereits jetzt greifen immer mehr Menschen aus Verzweiflung zur Nadel: Sie fürchten um ihren Arbeitsplatz. Doch bereits am Sonntag zeigten Regierung und „Experten“, dass ein Ende des Impf-Terrors nicht angedacht ist.

  • ÖVP-Vize-Chefin Schwarz gibt zu: Ende des Impfterrors wird nicht in Erwägung gezogen
  • Lockdown für Ungeimpfte soll „ungemütlichen Winter“ bringen
  • Vorher sollen noch Unentschlossene in die Nadel getrieben werden
  • Pflegeleiter fordert im Fernsehen Impfpflicht für alle
  • Verhaltensökonomin will mehr Geld, um bessere Impf-Propaganda zu erforschen
  • Mit Zuckerbrot und Peitsche: Menschen sollen durch Anreize und Gruppenzwang unter Androhung von Freiheitsentzug für höhere Impfquote weiter drangsaliert werden
  • ÖVP-Schwarz gibt zu: Es gibt keine Impfquoten-Obergrenze, die uns die Freiheit zurückbringt

Sätze wie „Das ist eine Pandemie der Ungeimpften“ und man sei mit der Geduld am Ende mit den „Zögerern und Zauderern“, sind es, mit denen sich unser neuer, nie gewählter Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) einen Namen macht. Lange stagnierte die Bereitschaft der Österreicher zu den Gen-Spritzen, deren gefährliche Auswirkungen zunehmend bekannt werden. Jetzt scheint der Impf-Terror der Regierung aufzugehen: So ließen sich alleine vergangenen Samstag 1.853 Niederösterreicher die Spritze verpassen. Ein Rekordwert, jubelt der ORF und nennt als Grund die Ausreisekontrollen. Doch auch wegen des 3G-Zwangs am Arbeitsplatz greifen nun viele, die sich bisher gegen eine Impfung entschieden, zur Nadel. Doch das reicht nicht. Der Impf-Terror wird schlimmer und schlimmer und ein Ende ist nicht in Sicht.

ÖVP-Schwarz droht mit Lockdown für Ungeimpfte im Winter

Der ORF bewarb gemeinsam mit dem oö. Pflegeleiter Markus Reiter, einem Intensivpflege-Leiter, die konzertierte Impf-Propaganda-Aktion vor dem Ordensspital in Linz:

Würde man die Unentschlossenen nicht „erreichen“ so werde der Winter ungemütlich, erklärte Gaby Schwarz in der Diskussion. Dann setzt es offenbar statt der Belohnung die Peitsche: Es komme der Lockdown für Ungeimpfte. Auch aus Oberösterreich zu Gast war der Intensivpfleger Markus Reiter. Er forderte ganz im Sinne der Propaganda-Aktion vor dem Krankenhaus in Linz die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Einen Lockdown für Ungeimpfte sehe er kritisch und warnte vor dem dadurch drohenden, sozialen Unfrieden.

Susanne Fürst gegen Diskriminierung

Susanne Fürst von der FPÖ kritisiert diesen Kurs entschieden: Unsere Grundrechte werden von der Regierung mit Füßen getreten, wirkliche Konzepte wurden von der Regierung gar nicht erst erarbeitet. Anstatt in unser Gesundheitssystem zu investieren wurde während der Pandemie massiv eingespart, das kritisierte die freiheitliche Nationalratsabgeordnete aus Oberösterreich am Sonntag im Zentrum entschieden. „Wir sind an einem Punkt angelangt, den ich nicht für möglich gehalten habe. Es werden in den Universitäten Geimpfte und Ungeimpfte voneinander getrennt. An Schulen werden ungeimpfte Schüler in die Ecke gesetzt“, versuchte Susanne Fürst wachzurütteln. Als einziger Studio-Gast redete sie entschieden gegen die Diskriminierung an. Während man der FPÖ eine Polarisierung der Gesellschaft vorwerfe, rede die Regierung unverblümt bei den Nicht-Impfwilligen von „Lebensgefährdern“.

Entschieden gegen den Impf-Terror: Susanne Fürst (FPÖ)

Wissenschaftlicher Grundkonsens eine politische Entscheidung

Doch die Beteiligten blieben hart auf ihrem Kurs, Impfkritiker verächtlich zu machen. Die FPÖ-Nationalrätin forderte, dass andere Meinungen von Medizinern und Experten angehört und die Grundrechte respektiert würden. Doch die anderen anwesenden Studiogäste ließen sich davon nicht beeindrucken. Vollkommen schamlos verteidigte Virusimmunologe Andreas Bergthaler sogar den US-Gesundheitsguru Anthony Fauci – auch er ist Immunologe. (Dabei ist mittlerweile sogar im Mainstream bekannt, dass dieser für die Finanzierung der Erzeugung des neuen Corona-Virus im Wuhan-Labor mittels „Gain-of-Function“-Methode verantwortlich ist.) Der „wissenschaftliche Grundkonsens“ sei nun einmal eine politische Entscheidung, stellte Bergthaler eiskalt fest. Er sieht keinerlei Problem darin, Kritiker mundtot zu machen, zugunsten einer dieser „wissenschaftlichen“ Einheitsmeinung, sondern forderte dies auch noch ganz offen „Im Zentrum“.

ORF: Oberösterreich als Negativbeispiel, Burgenland „das Beste!“

Die Kritiker und die Ungeimpften seien Schuld daran, wenn unsere Spitäler überfüllt seien, pflichtete ihm ÖVP-Klubobmann-Stellvertreterin Gaby Schwarz bei. Die Impfquote müsse durch „Impf-Aufklärung“ – sprich mehr Propaganda – gesteigert werden, kündigte sie an. Als negatives Beispiel führte der ORF – sogar graphisch – Oberösterreich an.

Knallrot stellte der ORF Oberösterreich als angebliches Problem-Bundesland graphisch dar:

Impflotterie als „Leckerli“: Regierung und Experten drillen Österreicher zur Impfung wie triebgesteuerte Hunde

„Burgenland – hab ich eben gezeigt – ist das Beste! Die haben eine Impf-Lotterie“, leitete ORF-Moderatorin Klaudia Reiterer die Frage – ganz im Sinne des „Grundkonsenses“ nach Impf-Anreizen ein.

Katharina Gangl, Verhaltensökonomin vom Institut für Höhere Studien (IHS) erklärte betont fachsprachlich: „Individuelle Incentivierungen (Anm.: Anreize) von Impfungen zeigen sich aus sehr vielen Studien funktionieren kurzfristig für diese Impfung. Man hat aber dann oft negative Effekte für andere Impfungen. Das heißt, die Menschen erwarten sich dann für jede Impfung eine Incentivierung.“ 

Auf gut Deutsch: Wer sich einmal für die Impflotterie impfen lässt, erwartet sich auch für den zweiten Stich wieder eine Impflotterie. Experten wie Gangl sind offensichtlich der Überzeugung, man würde ihre primitive Konditionierung der Bevölkerung und ihre dahinterstehende verächtliche Sichtweise auf diese durch möglichst komplizierte Ausdrucksweisen nicht mehr durchschauen. Dass es nicht die Impflotterie oder die mittlerweile populäre „Bratwurst“ sein muss, zeigte Gaby Schwarz zu einem späteren Zeitpunkt in der Sendung auf: Man wolle noch mehr niederschwellige Angebote zur Impfung errichten. Ein positives Beispiel sei der Impfbus am „Nova Rock“-Festival gewesen, dort hätten sich 150 Personen impfen lassen. Und auch in Fußballstadien sieht sie einen effektiven Impf-Ort. Denn Gruppen seien so wichtig in der „Kommunikation“, erklärte Schwarz. Die Ungeimpften sollen also offen durch zunehmenden Gruppenzwang in alkoholgeschwängerter Spaßatmosphäre in die Nadel getrieben werden.

Gruppenzwang und Vorteile für Impf-Ärzte

Die Konditionierung durch einzelne Belohnungen reiche wegen der steten Erwartungshaltung nicht aus, erklärte Gangl weiter. Sie empfiehlt deswegen, eine „kollektive Belohnung“ bei Erreichen einer Gesamtimpfquote in Aussicht zu stellen. Und damit nichts anderes – natürlich in gepflegtem, zurückhaltendem Fachjargon – als den Gruppenzwang und die Menschenhatz auf die Ungeimpften so stark zu erhöhen, bis diese sich impfen lassen. Doch auch Ärzte sollen konditioniert werden: Sie sollen nach Gangls Vorstellungen Belohnungen für das „fleißige“ Durchführen vieler Impfungen erhalten. Das sei nach Beispiel unserer Geschichte wirksam, erklärte Gangl, ohne näher darauf einzugehen, welchen historischen Abschnitt sie damit meint.

So funktioniert Konditionierung am Beispiel des Hundes (Pawlow):

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CC BY-SA 3.0, Link

ÖVP-Politikerin gibt zu: Ende des Impfterrors ist von Regierung nicht angedacht

Nach einer solchen Höchstquote gefragt, wich Gaby Schwarz (ÖVP) aus. Reiterer verlieh der Frage Nachdruck, ohne eine solche Zahl hätten doch die Österreicher das Gefühl, dass der Impfdruck niemals aufhöre.Wenn es so etwas geben sollte, kann das nur von Experten kommen“, erklärte die ÖVP-Klubobmann-Stellvertreterin. Sie gab damit zu, was viele befürchteten: Eine Höchstquote ist also nicht einmal angedacht! Aus jetziger Sicht der Regierung soll der Impfterror kein Ende haben. „Die Pandemie ist unberechenbar“, erklärte Schwarz mit Verweis auf die steigenden Zahlen. Und Virusimmunologe Bergthaler fügte hinzu: „Je mehr Geimpfte wir im Land haben, umso besser!“ Man solle keine Öffnungen ab einer gewissen Anzahl Geimpfter versprechen.

Gaby Schwarz (ÖVP) – Wenn sie nicht gerade in Pressekonferenzen zum Handy-Löschen rät, plädiert sie für noch mehr Impf-Terror im Hauptabendprogramm:

IHS-Expertin will mehr Förderung für Erforschung effektiver Impf-Propaganda

„Verhaltensökonomin“ Gangl erklärte, dass sie mehr „sozialwissenschaftliche“ Forschung zur Impfmotivation fordere. So soll ermittelt werden, wie man mehr Menschen in die Nadel treiben kann: „Wer sind die Menschen die impfunwillig sind, welche Kommunikationswege würden hier funktionieren?“ Gangl will wirksame „Kommunikationsstrategien“ von unser aller Geld finanziert „erforschen“. Doch ohnedies hätten Studien ergeben: „15 Prozent sind stabil gering impfwillig, acht Prozent ambivalent“. Und diese acht Prozent will Gangl nun durch effektivere „Kommunkationsstrategien“ (Anm.: Propaganda) erreichen. Ein Beispiel wäre für sie die intensive Bewerbung der Impfung bei den Teststationen. 

Bedient sich – nicht näher definiertem – Beispiel aus Österreichs Geschichte: Verhaltensökonomin Gangl will mehr Geld für bessere Impf-Propaganda

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