In der Schweiz hat eine knappe Mehrheit des nationalen Parlaments für ein Verbot der Vollverschleierung gestimmt. Die Initiative ging von der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) aus. 88 Abgeordnete des Nationalrats stimmten dafür, 87 Mitglieder dagegen. 10 enthielten sich ihrer Stimme.

Jetzt fordert auch die ÖVP nach dem Schweizer Vorstoß ein Verbot der Vollverschleierung – sogar EU-weit. „Vollverschleierung ist ein nicht hinnehmbares Zeichen islamischer Fanatiker, die unsere freie und offene Gesellschaft absolut ablehnen“, betonte der ÖVP-Obmann im Parlament Reinhold Lopatka.

Grüne dagegen

Es sei „ein starkes Signal der EU für die Freiheit und gegen Islamfanatiker“, wenn diese ein Verbot der Vollverschleierung durchsetzen könne. Denn diese beschränke Frauen massiv in ihrer Kommunikationsfreiheit.

Für ein Verbot sprachen sich bereits zuvor auch FPÖ und Team Stronach aus. SPÖ- und einige ÖVP-Frauen geben sich dagegen abwartend. Die NEOS sehen darin hingegen eine Scheindebatte, die Grünen kritisieren ein „symbolisches Verbot“. In der Schweiz muss jetzt noch der Ständerat über das Verbot der Vollverschleierung abstimmen.

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