Wenn das Thema nicht so ernst wäre, hätte man anlässlich einer dringlichen Anfrage der NEOS an das Bundeskanzleramt zum Thema Grenzschutz am Freitag lauthals lachen können, so skurril muteten die Aussagen mancher Politiker im Nationalrat an.

Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

Aus der Migrationswelle 2015 nichts gelernt

Da forderten tatsächlich Mitglieder der Opposition aus SPÖ, NEOS und Liste Pilz drei Jahre nach den Wanderungsbewegungen des Jahres 2015 und ihren massiven Folgen für Gesellschaft und Sozialstaat „offene Grenzen“ für Österreich.

Ganz so, als hätte das Wahlergebnis der Nationalratswahl 2017 so rein gar nichts mit der Königsfrage der Migration zu tun. Ganz so, als hätten wir es seitdem nicht mit einer deutlichen Zunahme von Straftaten durch Zuwanderer zu tun.

Vielleicht täte es derart abgehobenen Abgeordneten einmal gut, sich anstatt teurer Luxusuhren und der Dekadenz der Bobo-Blase des 1. Wiener Gemeindebezirks mit der Lebensrealität des einfachen Bürgers auseinanderzusetzen.

Unverschämte Wahrheit?

Dass sie dies nicht tun, war in den Gesichtern der NEOS-Abgeordneten zu sehen, als ihnen der Oberösterreicher Roman Haider Medienberichte über Migrantenverbrechen von nur einer Woche aufzählte. „Unverschämtheit“ schrien diese Haider hilflos entgegen.

Soso, diese Mainstream-Medienberichte über Migranten-Verbrechen zu zitieren, ist also unverschämt. Ich erachte es vielmehr als unverschämt, dass die etwas verwirrt wirkende PILZ-Parteichefin Maria Stern vor zwei Wochen Innenminister Kickl gar unterstellte, unter seiner Amtszeit sei die häusliche Gewalt insbesondere gegen Frauen in Österreich deutlich angestiegen.

Pilz-Politiker für offene Grenzen

Geht nicht mehr schlimmer? Doch, denn Stern-Parteikollegin Alma Zadic führte diesen Schwachsinn im Zuge der angesprochenen Parlamentsdebatte sogar noch weiter aus und forderte (jetzt kommt’s), jene Kosten, die in den Grenzschutz fließen, in die Bekämpfung der häuslichen Gewalt umzuleiten.

Die der Logik dieser „Partei“ zufolge natürlich mit dem Innenminister in Verbindung zu bringen ist. Bei dieser Opposition ist Lachen am Ende wohl doch die beste Medizin…