Unser Gastautor Karl Liska traf schon mit seinem ersten Kommentar „Wer Masken-Uniform nicht annimmt wird rechtsloser Lebensgefährder“ den Nagel auf den Kopf, wie viele Leser befanden. Die zahlreichen Rufe nach mehr Polizeigewalt, weniger Menschen- und Grundrechte lassen wohl nicht nur ihm keine Ruhe …

Ein Gastbeitrag von Karl Liska

Werte Coronamaßnahmengegner (CMG)!

Das Regime hat den Knall letzten Samstag gehört und will nun offenbar panisch an der Repressionsschraube drehen.

Der Innenminister ist mit dem Ablauf des Demoeinsatzes nicht zufrieden, wird aus dem Ministeriumspalais verlautbart.

Es war wohl bislang alles zu friedlich, nach dem Geschmack des Herrn Innenministers. Vielleicht hat das Abhalten der Bevölkerung vom einreisen nach Wien auch nicht so geklappt wie man sich das im Vorfeld vorgestellt hat.

Wo man doch in Belarus sieht wie man mit solch lästigen Protesten und vor allem dem widerspenstigen Volk umgehen kann. Neidisch könnte man werden als Innenminister einer sich immer noch den Anschein eines Rechtsstaates gebenden Republik.

Da die, nach Geschmack des Ministers für Staatssicherheit also, zu große und zu friedliche Großdemonstration in Wien stattfand, musste nun der wenig telegene Wiener Polizeipräsident Pürstl als des Ministers Scharfmacher ausrücken. Bislang tat sich ja der weitaus feschere und dynamischere oberösterreichische Landespolizeidirektor und beinahe Innenminister Pilsl gerne als Hardliner gegen die CMG, die Coronamaßnahmengegner, wie es im akronymverliebten Polizeijargon heißt, hervor.

Es sei nicht verständlich, dass in Grundrechte bis ins Familienleben eingegriffen werde, Versammlungen aber immer noch erlaubt sind, sagte Präsident Pürstl in einem Interview.

„Leider“ noch nicht alle Grundrechte eingeschränkt

Das Problem sieht der Herr Polizeipräsident allerdings gar nicht in den, wie er zugibt, tatsächlich schon erfolgten massiven Einschränkungen der eigentlich verfassungsmäßig garantierten Grund- und Freiheitsrechte. Nein! Das Problem für den Polizeipräsidenten ist, dass sie noch nicht alle eingeschränkt wurden! Schuld sei der Gesundheitsminister, weil er eben noch immer nicht alle Rechte und Freiheiten des Volkes, per einfacher Verordnung hat einschränken lassen.

Es muß sich also etwas ändern, am zu laschen Umgang mit dem widerspenstigen Volk, befindet der Wiener Polizeipräsident auf Geheiß des Ministers für Staatssicherheit.

Man warte nun einmal die neue Verordnung des Gesundheitsministers ab. Vielleicht schafft man es ja noch dem, unter der klassischen Missbrauchsbeziehung mit dem türkisen Partner sichtbar leidenden, grünen Minister, auch ein Versammlungsverbot in die neue Verordnung packen zu lassen. Sollte der von der türkisen Maschinerie gänzlich zerrupfte Koalitionspartner doch noch etwas Skrupel oder Angst davor haben, das letzte Ventil im Druckkochtopf zu schließen, dann wird der Polizeipräsident wohl seine Fußtruppen gegen die Bevölkerung losschicken. Falls diese sich dann immer noch versammelt und sich dabei nicht unter die Maske pressen lässt. Populärer wird ihn das bei der Truppe nicht machen. Die Kluft zwischen Führung und Polizisten auf der Straße ist kaum irgendwo größer, als in Wien.

Von Tellerkappen und Maulkörben

Vor der tödlichsten Pandemie der letzten 1000 Jahre war es ja, so hört man, die größte Sorge des Herrn Pürstl, dass die Wiener Polizisten immer und überall ihre Tellerkappen aufhaben. Da soll er mitunter auch persönlich aktiv geworden sein, wenn er tellerkappenlosen Polizisten ansichtig wurde. Aufzeichnungen über das beherzte Einschreiten wie bei seinem glücklosen aber dafür landesweit bekannt gewordenen steirischen Stellvertreterkollegen gibt es aber offenbar bislang nicht.

Wenn man also so viel Wert auf korrekte Uniformierung legt, dann ist es schon nachvollziehbar, wie ärgerlich das sein muss, wenn sich die Bevölkerung gegen eine solche wehrt. Den Wiener Polizisten konnte Pürstl die Tellerkappe noch nicht am Kopf ankleben, vielleicht versucht er es ja jetzt mit dem Maulkorb bei den ehemals Bürger genannten Untertanen.

So dringend war das Vermummungsverbot

Etwas skurril in diesem Zusammenhang, dass vor einigen Jahren extra ein „Vermummungsverbot“ nach deutschem Vorbild bei Versammlungen eingeführt wurde. Später auch noch ein solches generell im öffentlichen Raum. Jetzt will man aber unbedingt und um jeden Preis der Eskalation die Untertanen ständig unter die Maske zwingen.

Mein persönlicher Rat als alter Fuchs: Tun sie doch sich und unserer geliebten Regierung und ihren Erfüllungsgehilfen den Gefallen. Masken schützen! Identitäten!

Wer weiß, welche Zustände im ehemaligen Rechtsstaat Österreich noch auf uns zukommen bei solch offen die Grund- und Freiheitsrechte verachtenden Polizeipräsidenten und ob es nicht besser ist Vorkehrungen zum Schutz seiner Identität zu treffen.

Liebe CMG, mit Maske oder mit Befreiung, wir sehen uns am 31.01. in Wien!


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