In England verschiebt Premier Boris Johnson die geplanten Öffnungen. Auch in Deutschland und Österreich warnt man bereits vor der neuen Delta-Variante – vormals „indische Mutation“ – des Corona-Virus, diese sei angeblich viel gefährlicher. Die tatsächlichen Zahlen geben das aber nicht her. 

  • Neue Variante schon länger bekannt, nicht so gefährlich wie behauptet
  • Sterblichkeit bei doppelt Geimpften höher als bei Ungeimpften
  • Britische Impf-Kampagne schützt offenbar nicht vor Ausbreitung
  • Ausgerechnet jetzt landen britische Flieger wieder in Wien

Sterberate bei Voll-Geimpften mehr als dreimal so hoch

Interessant ist hierbei vor allem die Sterberate – denn diese scheint kurioserweise gerade bei Geimpften höher zu sein. Unter doppelt Geimpften – also „vollständig Immunisierten“ – beläuft sich diese auf 0,64 Prozent. Demgegenüber liegt sie bei Erstgeimpften zwischen 0,1 und 0,2 Prozent, je nachdem ob die Impfgabe gerade erst erfolgte oder schon länger als 21 Tage her ist. Auch bei Ungeimpften beträgt sie allerdings nur 0,1 Prozent.

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Vor diesem Hintergrund ist es umso erschreckender, dass sogenannte Experten jetzt für eine schnelle Durchimpfung trommeln – mit dem Schreckgespenst der Delta-Variante. Dabei sind es oft dieselben Experten, die davor warnen, dass der neue Virenstamm – ursprünglich als „indische Mutation“ bekannt – womöglich gegen die zugelassenen Impfungen sogar immun sein könnte.

Alte Symptomatik, neue Krankheit, ganz alter Schmäh?

Die Panikmache mit dem neuen Virus – Wochenblick berichtete bereits in der Vorwoche über diese Dynamik – ist offensichtlich und findet bereits seit Monatsbeginn statt. Schon Anfang Juni wurde im sächsischen Dresden ein ganzes Hochhaus wegen einer mutmaßlichen Infektion mit der Delta-Variante abgeriegelt und Deutschland verlängerte die „epidemische Notlage“ gleich bis Ende September.

Die Krise ist also gesichert, zumal die Delta-Variante das große Risiko berge, dass Erkrankte andere Symptome hätten: Kopfschmerzen, rinnende Nase, rauer Hals – eine Erkältung eben, wie es sie im Herbst und Winter schon immer gab, zu 30 Prozent hervorgerufen durch Corona-Viren.

Flugverkehr aus dem „Seuchengebiet“ läuft wieder

Dass vor allem die Delta-Variante in Großbritannien für ein „Nach-Oben-Schnellen“ der Zahlen verantwortlich sein soll, überrascht zudem, sind doch auf der Insel zwei Drittel der Bewohner zumindest einmal geimpft. Daher sind auch gut 33 Prozent derjenigen, für die eine Delta-Varianten-Infektion belegt sein soll, auch bereits geimpft.

Gerade vor dem Hintergrund der Insel als angebliches Seuchengebiet mutet es skurril an, dass genau jetzt der Flugverkehr zwischen Österreich und Großbritannien wieder aufgenommen wurde. Wie der „Kurier“ berichtete, sind die Flugverbote Geschichte, ab sofort gibt es wieder tägliche Verbindungen von und nach London. Dem neutralen Beobachter könnte der Eindruck entstehen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

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