In Österreich und Deutschland klagt die Bevölkerung seit jeher über die Zwangsgebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die FPÖ, aber auch die AfD sind mitunter die einzigen Parteien, die denjenigen, die mit den Mainstream-Sendern nichts anfangen können, eine Stimme geben.

Ein Parteisprecher der Alternative für Deutschland erklärte unlängst, dass die Redaktionen „fast ausschließlich links-grün gestrickt“ seien, die „schöne heile Welt des Multikulturalismus“ verklären und „das Bewusstsein des Volkes umformen“ wollen.

Öder Mainstream Ade

Am Mediensystem konnten die AfD und FPÖ jedoch bislang wenig ändern, ARD, ZDF, ORF und Co. senden munter weiter. Gerade diese Entwicklungen zeigen die Wichtigkeit von alternativen und freien Medien. Der niederländische Islamkritiker Geert Wilders und der charismatische und intellektuelle Shootingstar der Rechten Thierry Baudet kritisieren schon lange die „linkslastigen Mainstream-Medien“.

Fixe Sendeplätze

Jetzt wurden sie aktiv und gründeten ihren eigenen Rundfunksender „Ongehoord Nederland“ (ON). Am 20. Dezember wurde der Start gebührend gefeiert, denn die Vereinigung erreichte 50.000 Mitglieder. Sie darf nun eine Rundfunkgesellschaft gründen, die eigene fixe Sendeplätze erhält und Meinung, Nachrichten und Unterhaltung liefern darf. Finanziert durch Staatsgeld und Teile der Werbeeinnahmen.

Besondere Öffentlich-Rechtliche

Möglich ist dies, da in den Niederlanden eine besondere Struktur des öffentlich-rechtlichen Systems vorhanden ist. Dort handelt es sich um eine Arbeitsgemeinschaft mehrerer Anbieter, wie unter anderem beim deutschsprachigen Sender ARD. Die niederländischen Rundfunkgesellschaften organisieren sich allerdings aus historischen Gründen nicht geografisch, sondern religiös oder weltanschaulich.

„Unerhörter, nicht gehörter“ Teil des Landes

Die Macher der jeweiligen Inhalte haben entweder linke, liberale, konservative, katholische oder protestantische Wurzeln und richten sich an Jung und Alt. Mit „Ongehoord Nederland“ wollen die Macher dem „unerhörten, nicht gehörten“ Teil des Landes ein Sprachrohr geben. Die beiden patriotischen Politiker nehmen mittlerweile kaum noch an Interviews der öffentlichen Sender teil.