rudi anschober integration
Anschober lässt Tschetschenen im Kampf-Sport unterrichten

In Oberösterreich leben derzeit rund 3.500 Menschen aus Tschetschenien. Dass diesen hierzulande nicht der beste Ruf vorauseilt, ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass einzelne Tschetschenen immer wieder durch besonders brutale und skrupellose Verbrechen auffallen („Wochenblick“ berichtete).

Um etwaige Vorurteile abzubauen, gibt es ab nun oberösterreichweit 18 Projekte zur Integration von Menschen aus der Russischen Föderation, so Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne).

Werbung

Kinder und Jugendliche im Ring

Eines dieser Projekte trägt den Namen „Train Body und Brain“ – also „Trainiere Körper und Geist“ – und findet in Ansfelden (Bezirk Linz-Land) statt. Tschetschenische Kinder und Jugendliche werden dabei schulisch unterstützt und im Ringen unterrichtet.

In einem anderen Projekt in Linz werden zehn Österreicher mit zehn Tschetschenen gemeinsam Theater spielen und tanzen.

„Persönlichkeitsentwicklung“

„Gerade Kindern und Jugendlichen, die in Phasen der Verunsicherung und Belastung nicht selten mit körperlichen Auseinandersetzungen reagieren, bietet der Sport Chancen zur Persönlichkeitsentwicklung in den Bereichen Fairness, Selbstdisziplin und der Interaktion mit anderen“, heißt es dazu auf der Seite des Integrations-Landesrats.

Grün-Landesrat Anschober ringt mitunter leidenschaftlich gegen die Abschiebung vieler Asyl-Lehrlinge.

„Bunte Vielfalt mit Nadel und Zwirn“

Auch der Verein „Arcobelano“, der mitunter im Fühjar dieses Jahres bereits für Schlagzeilen sorgte, weil dort Österreicher bei der Nachhilfe gegenüber Asylanten diskriminiert werden („Wochenblick“ berichtete), sorgte mit einer  „Integrationsmaßnahme“ für Kopfschütteln:

Das Ziel, die tschetschenische Community für interkulturellen Austausch zwischen Frauen und Mädchen unterschiedlicher Herkunftsländer zu öffnen, soll durch das Erlernen und Verbessern von Nähfertigkeiten erreicht werden. „Bunte Vielfalt mit Nadel und Zwirn“ heißt das Nähprojekt des Vereines, der alleine im Jahr 2016 mit fast 205.000 Euro Steuergeld gefördert wurde.