Der 60-jährige Beamte griff jahrelang in die Amtskassen.

Ein 60-jähriger Beamter der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen-Eferding dürfte über Jahre hinweg bis zu 400.000 Euro an Amtsgebühren abgezweigt und verzockt haben.

Die Ermittlungen sind nun abgeschlossen und die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den Beamten. Von 2008 bis 2017 soll der Mann Amtsgebühren in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

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Kfz-bezogene Gelder veruntreut

Im Arbeitsumfeld galt der Mann als zuverlässiger und fleißiger Beamter, von seiner Spielsucht wusste niemand etwas – erst im Zuge der Überprüfung der Unregelmäßigkeiten kam das dunkle Geheimnis des Beamten ans Licht.

Vor allem Verwaltungsgebühren für Begutachtungsplaketten von Kfz-Werkstätten und Automobilclubs soll der Beamte veruntreut haben. Es erhärtete sich auch der Verdacht, dass Gebühren für Führerscheine-, Pass- und Kennzeichengebühren ebenfalls in seine Tasche wanderten.

Teilweise Wiedergutmachung

Ursprünglich gingen die Beamten von nur etwa 100.000 Euro Schaden aus. Im Lauf der Ermittlungen kam aber auf, dass der 60-Jährige über einen Zeitraum von neun Jahren hinweg Gelder veruntreute.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf Amtsmissbrauch. Etwa 120.000 Euro hat der Beamte laut der Staatsanwaltschaft bereits zurückgezahlt. Die berufliche Zukunft des Mannes wird vom Urteil des Prozesses abhängen.