Seit 2012 steigt die Anzahl der Beschlagnahmungen von beinahe allen Drogen-Sorten in Österreich steil an. Besonders harte Drogen wie Kokain, Heroin und Amphetamine sind auf dem Vormarsch. Oberösterreich hat sich bundesweit dabei zu einer unrühmlichen Drehscheibe für Drogen aller Art entwickelt.

Ein Kommentar von Hartwig Eder

Werbung

Afrikaner und Araber dominieren die Szene

Im Städtedreieck Linz-Wels-Steyr floriert der Handel mit dem Suchtgift. Die Polizei leistet harte, gefährliche und lobenswerte Arbeit beim Kampf gegen die Drogenkriminalität. Regelmäßige Zerschlagungen ganzer Drogenringe sind erfreuliche Meldungen – letzten Endes wurde aber der Hydra nur ein weiterer Kopf abgeschlagen. Süchtige verschwinden durch diese Erfolge nicht und suchen schnell neue Quellen für ihren Stoff. Findige „Geschäftsmänner“ – oftmals afrikanische oder arabische Banden – wittern das schnelle Geld und füllen das Versorgungsvakuum sogleich wieder auf. Auch Präventionsmaßnahmen mit Streetworkern und Informationskampagnen zeigten in den vergangenen Jahren kaum nennenswerte Erfolge.

Immer neue Hydraköpfe

Wie eine Kapitulation vor der Drogenszene wirkte es daher, als im Frühling 2019 die Stadt Linz einen ganzen Park zum „Randgruppenpark“ für Süchtige aller Art umwidmete. Angenommen wurde dieser Park von den Hauptbahnhof-Junkies übrigens nicht und kann somit als weiterer fruchtloser Versuch gewertet werden, das Drogenproblem zu bekämpfen – oder zumindest aus der Nähe der Bevölkerung zu drängen. Eine Maßnahme, dem Nachwachsen immer neuer Hydraköpfe entgegenzuwirken, wäre vermutlich, einen konstanten Nachschub potenzieller Dealer aus dem Ausland konsequent abzuschneiden und nur mehr diejenigen ins Land zu lassen, die hier bereits eine fixe Arbeitszusage in einem Mangelberuf haben. Auch das rasche und dauerhafte Zurückschicken der bereits abgeschlagenen „Hydraköpfe“ würde die wichtige Arbeit unserer Polizei unterstützen und den Beamten den Rücken stärken. Bis dahin werden die Sonderermittler aber wohl noch mit vielen nachwachsenden Problemen konfrontiert bleiben…