Im aktuellen, erfolgreichen Kampf gegen die oberösterreichische Drogenszene konnte die Polizei wieder mal einige „Möchtegern-Escobars“ verhaften. Diesmal traf es Dealer aus Traun und Vöcklabruck.

Erschreckend ist vor allem die massive Menge von verkauften Medikamenten, diese sollten eigentlich in Drogenersatzpgrogrammen verwendet werden!

Drogenersatz-Medikamente verkauft

Zunächst forschten Polizisten aus Traun und Enns zwei einschlägig vorbestrafte 26-Jährige aus Traun aus, die zwischen 2016 und 208 in Traun einige Hundert Stück Subutex-Tabletten sowie geringen Mengen Cannabis, Amphetamin und Methamphetamin verkauft haben sollen. Pikant: Die Tabletten bekamen die Beschuldigten auf regulärem, legalem Weg über das Drogenersatzprogramm in Apotheken.

Drogenjunkies, die in einem Entzugsprogramm sind, bekommen derartige Medikamente auf Rezept. Andere Medikamente sind etwa Methadon oder Substitol. Ziel ist es eigentlich, die Süchtigen langsam von der Sucht runterzubekommen.

heute zeitung journalist als polizist ausgegeben

Steuerzahler finanziert „sauberen Drogenrausch“

Diese Ersatzmedikamente bekommen die Süchtigen einfach auf Rezept. Sie nehmen sie aber nicht, sondern verkaufen sie für gutes Geld einfach weiter. Solche Ersatzdrogen sind bei Junkies sogar sehr beliebt: Da sie von einem Pharmakonzern stammen und demnach „sauber“ sind, besteht keine Gefahr, dass die Droge mit fragwürdigen Mitteln gestreckt wurde, wie es etwa in Untergrundlaboren zur Kostenersparnis häufig betrieben wird.

Da die Medikamente auf Rezept vergeben werden, finanziert der Steuer- bzw. Abgabenzahler so den handelnden Drogenjunkes ein florierendes „Rauschgift-Business“.

Einfach im Internet bestellt

Ebenso konnten die Beamten einen einschlägig vorbestraften 25-Jährigen Trauner ausforschen, der an möglichen Drogen überhaupt nichts ausließ. Zwischen 2016 und 2017 orderte er über eine Bestellplattform insgesamt ca. 450 Gramm Amphetamin, 145 Gramm Heroin, 100 XTC-Tabletten, geringe Mengen Kokain und Cannabis sowie Methamphetamin.

400 bis 500 Tabletten Subutex verkauft

Zudem wurde ein 25-Jähriger aus Haid ausgeforscht, der auch neben „normalen Drogendeals“ wiederum 400 bis 500 Subutex-Tabletten verkauft haben soll. Alle Täter sitzen in Untersuchungshaft.