In Oberösterreich ist jetzt der erste Masernfall bekannt geworden, in den anderen Bundesländern wird bereits seit Wochen gegen weitere Masernausbrüche angekämpft. Der freiheitliche FPOÖ-Klubobmann Herwig Mahr warnt: „Masern sind keinesfalls eine harmlose Kinderkrankheit. Jeder kann davon betroffen sein. Eine Vorsorgeimpfung ist das Um und Auf.“ Der „Wochenblick“ berichtete erst kürzlich über das Thema „Impfpflicht“.

Die an Masern erkrankte Person aus Georgien soll ihren Aufenthalt in Oberösterreich mittlerweile abgebrochen haben, nachdem bei einem Arztbesuch die Krankheit diagnostiziert wurde. Die Person habe sich in ihrem Herkunftsland infiziert. Um eine weitere Ausbreitung zu unterbinden, werden aktuell Blutproben von Personen, mit dienen sie sich in Kontakt befunden hat, zur Analyse entnommen. In Salzburg und der Steiermark läuten indes die Alarmglocken, denn dort haben sich in den vergangenen Wochen die Masernfälle schnell gehäuft.

Keine Kosten für Österreicher

„Laut Experten können Übertragungen und Ausbrüche nur ab einer Durchimpfungsrate von 95 Prozent völlig ausgeschlossen werden. Es braucht daher vor allem bessere Aufklärung. Insbesondere Eltern müssen auf die drohenden Gefahren aufmerksam gemacht werden“, erklärt Herwig Mahr und appelliert zum Impfgang. Für in Österreich lebende Menschen würden keine Kosten für diese Impfung entstehen, diese wird vom Gesundheitsministerium, den Sozialversicherungsträgern und den Ländern übernommen.

Verhinderung von Ausbreitung bei Impfpflicht

Weiters spricht Mahr von der sogenannten „Herden-Immunität“: „Auch sollte über eine Impfpflicht nachgedacht werden – gerade bei so einer schwerwiegenden Krankheit. Diese würde verhindern, dass sich das Masernvirus in unserer Heimat verbreitet.“ Das bedeutet, dass die Immunität gegen Masern sich so weit verbreitet, dass auch nicht-immune Menschen geschützt werden, da sich das Virus nicht mehr ausbreiten kann.