Die Arbeit des oberösterreichischen Zivilschutzverbandes, die Bevölkerung zu mehr Eigenverantwortung zu motivieren, dürfte Früchte getragen haben. Aus eigenem Antrieb scheinen sich neuerdings immer mehr Menschen für den Katastrophenfall vorsorglich zu wappnen.

Ein Beitrag von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

„Die Nachfrage ist enorm“, freut sich Josef Lindner, der Geschäftsführer des oö. Zivilschutzverbandes, über den Erfolg der Anfang des Jahres erschienen Broschüre „Kochen im Katastrophenfall“.

Großer Zuspruch

Dabei handelt es um einen Ratgeber, der darüber informiert wie man beispielsweise bei einem Stromausfall zu einem schmackhaften Essen kommt.

„Allein heute haben wir 40 Anruferinnen in der Leitung gehabt, die alle dieses Büchlein haben wollen“, sagt Lindner beim Besuch des „Wochenblick“. Dieser große Zuspruch ist für ihn das erfreuliche Zeichen, dass die Aufklärungsarbeit seines Verbandes offenbar Früchte trägt.

Starke Nachfrage

In Vöcklabruck sei unlängst der Strom ausgefallen, erzählte eine Anruferin, weshalb sie sich für diese Broschüre interessiere. Für den Wiederholungsfall wolle sie nämlich vorbereitet sein. „Das Buch ist für uns eine Art Türöffner für die Notfallbox“, erläutert Lindner, denn auch diese Boxen gingen weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln.

Die Nachfrage sei natürlich immer dann sehr stark gegeben, wenn man im Nahbereich Katastrophen registrierte: Beispielsweise ein Hochwasser, ein Erdbeben in Italien oder eben Stromausfälle, die so genannten Blackouts.

Notfallbox

Die Notfallbox ist eine Art Überlebenspaket für die ersten Katastrophenstunden. Sie beinhaltet ein Notfallradio mit LED-Lampe, eine Kurbel-Taschenlampe, ein Abdichtband, eine Zippfolie für Dokumente, mehrere Sicherheits-Brennpasten, ein Langzeit-Nahrungsmittel (2.432 Kcal), einen USB-Stick, eine Sicherheitskerze mit Feuerzeug, eine Kappe mit LED-Lampe sowie diverse umfangreiche Selbstschutzratgeber.

Der Zusammenstellung eigener Notfallboxen, die spezielle Bedürfnisse berücksichtigen, sind keine Grenzen gesetzt.