Landeshauptmann Thomas Stelzer sieht in Impf-Verweigerern ein „Risiko für ihre Mitbürger“. Jetzt spricht er sich als der erste österreichische Spitzenpolitiker für eine Impfpflicht aus.
Für eine Herdenimmunität müssten sich 95% der Österreicher impfen lassen. Mit den Forderungen nach der Pflicht-Impfung wächst auch die Anzahl der Kritiker.

Impfpflicht sobald wie möglich

Stelzer gehe von einer hohen Impfbereitschaft in der Bevölkerung aus. Trotzdem fordert er die Impfpflicht:
„Wie viel Leid und welch schwerwiegende Folgen diese Krankheit ausgelöst hat, haben wir in den letzten Wochen sehen müssen. Ich bin daher für eine verpflichtende Impfung, sobald ein sicherer und ausreichend getesteter Impfstoff zugelassen wird“.

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Anschober hofft auf Freiwilligkeit

Experten halten eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal für notwendig. Darüber hinaus empfehlen sie, die Bevölkerung zur Impfung zu motivieren, anstatt sie zu zwingen. Anschober erklärte im Zuge einer Pressekonferenz, dass es keine Impfpflicht geben werde. Er erwarte und hoffe noch, dass Massenimpfungen auf freiwilliger Basis erfolgen.

Massenimpfungen in Graz geplant

Die Stadt Graz bereitet sich in einem Pilotprojekt auf die massenhafte Corona-Impfung vor. So sollen nach Pfingsten große Impf-Straßen massenhaft FSME-Impfungen durchführen. Auf Initiative des Grazer Gesundheitsamtes wird die Stadthalle für die Massenimpfungen umfunktioniert.

Internationale Forderungen nach Impfpflicht werden lauter

Stelzer folgt damit der Forderung von Weltärztepräsident Frank Montgomery. Dieser sprach sich bereits im Vorfeld für die Corona-Impfpflicht aus. In Deutschland verfolgt die Bundesregierung derzeit noch eine Strategie der Freiwilligkeit. Die deutschen Grünen fordern indes eine Impfpflicht ohne Kompromisse.

In Italien eröffnete Vize-Gesundheitsminister, Pierpaolo Sileri, bereits Mitte April die Debatte um die Pflicht-Impfung: „Angesichts der Schäden, die das Virus angerichtet hat, müsste die Impfung gegen Covid-19 Pflicht sein. Wenn einmal Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs garantiert sind, müssten alle geimpft werden, so dass sich niemand mehr anstecken kann.“

Experten erwarten die Verfügbarkeit eines Impfstoffes frühstens mit Ende des Jahres.

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