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Integrations-Landesrat Rudi Anschober äußerte sich bisher nicht öffentlich zu dem brisanten Vorwurf.

Nachdem es vom Bund kein Geld mehr für die meisten Deutschkurse für Asylwerber gibt, wird ab September das Integrationsressort des Landes Oberösterreich selbst für die Kurse im Bundesland aufkommen.

In den vergangenen zwei Jahren wurden die Kosten für die Sprachkurse geteilt: 60 Prozent der Kosten übernahm der Bund, 40 Prozent das Land Oberösterreich. Nun plant das Ministerium jedoch, Deutschkurse lediglich für syrische Flüchtlinge zu finanzieren.

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Anschober will Sprachkurse beibehalten

Die Länder müssen nun selbst für die anfallenden Kosten aufkommen. Integrations-Landesrat Rudi Anschober verkündete die Sprachkurse dennoch beibehalten zu wollen. Ab September sollen 120 bis 140 Alphabetisierungs- und Deutschkurse flächendeckend in ganz Oberösterreich angeboten werden. „Das Sprachförderpaket III wird im September starten und richtet sich an die rund 1.500 Personen, die bisher noch keinen Deutschkurs absolviert haben“, betont Anschober.

Dem Integrationsressort kosten die Kurse 180 Euro pro Teilnehmer. Der grüne Integrations-Landesrat möchte, dass 1.500 Asylwerber, die derzeit noch in der Grundversorgung sind, daran teilnehmen. Somit könnten dem Integrationsressort Ausgaben von bis zu 270.000 Euro anstehen.

FPÖ: Asylverfahren müssen an EU-Außengrenze entschieden werden!
FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr kritisiert Anschobers Vorstoß.

FPÖ kritisiert Vorhaben

Kritik erntet Anschober seitens der FPÖ. Der oberösterreichische FPÖ-Klubobmann Ing. Herwig Mahr betont: „Unermüdlich will LR Anschober ständig Asyl und Integration vermischen, um mehr Migranten im Land behalten zu können.“

„Geförderte Deutschkurse sind staatlich finanzierte Maßnahmen und sollen grundsätzlich nur jenen ermöglicht werden, die auch sicher hier bleiben dürfen“, so der Klubobmann.